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Rendsburg Für sechs Bäume ist kein Platz mehr
Lokales Rendsburg Für sechs Bäume ist kein Platz mehr
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11:00 28.02.2019
Von Beate König
Die sanierte L 49 soll an der Kieler Straße keine neuen Bäume bekommen. Quelle: Beate König
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Nortorf

Bauausschussvorsitzender Karsten Groth hatte in der Stadtverordnetenversammlung berichtet, dass der Plan der Wiederbepflanzung nicht weiter verfolgt wird.

Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV) hatte 2018 bei der Sanierung der L49 auch die Radwege erneuert. Er war zusätzlich von der Stadt mit der Sanierung des Gehwegs und mit den Ersatzpflanzungen beauftragt worden. Nach Abschluss der Arbeiten hatten die ausführende Baufirma, das beteiligte Ingenieurbüro und der LBV die Stadt darauf hingewiesen, dass sich im Boden unter dem Gehweg weitaus mehr Leitungen befinden, als in den Kataster-Plänen angegeben worden war.

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Vier Alternativstandorte

Das Einsetzen von Bäumen im von Leitungen durchzogenen Boden hatten die an der Sanierung Beteiligten kritisch bewertet. Oliver Rumpf, Ausschussmitglied und als Mitinhaber der Firma Gartenbau Rumpf Experte für Garten- und Landschaftsbau, hatte dagegen ausgeführt, dass eine Neupflanzung auch unter diesen Bedingungen möglich sei.

LBV und Ingenieurbüro hatten nach einem Gespräch mit Vertretern von Stadt und Amt Vorschläge für vier alternative Standorte für neue Bäume nah an der Kreuzung gemacht. Sie wurden von den Stadtverordneten als nicht praktikabel eingestuft.

Baum vor Ampel kontraproduktiv

Die vorgeschlagene Grünfläche am Parkplatz vor dem Polizeigebäude wurde als ungünstig angesehen. Wird im Verkehrskonzept, das gerade entwickelt wird, für eine der Hauptverkehrsachsen durch die Stadt eine große Ampelanlage vorgeschlagen, wäre das Pflanzen eines Baums, der die Ampel verdeckt, an dieser Stelle kontraproduktiv.

Straße „wie eine Art Einflugschneise“

Drei vorgeschlagene Standorte auf dem Gelände des Friedhofs an der Ecke Lohkamp und Kieler Straße haben einen entscheidenden Nachteil: Vor der Ersatzpflanzung müsste zuerst eine vorhandene Birke gefällt werden. „Das wäre ein Schildbürgerstreich“, bewertete Bürgermeister Torben Ackermann die Idee.
Die Stadtverordneten beauftragten den Bauausschuss, für sechs Bäume neue Standorte in der Stadt zu finden. Michael Friedrich (SPD) regte an, alternativ Blumenkübel an der Kieler Straße aufzustellen. Ohne Bäume wirke die sanierte Strecke optisch breiter und auf Autofahrer „wie eine Art Einflugschneise“.

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