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Rendsburg Noch mehr Windräder in Bokel geplant
Lokales Rendsburg Noch mehr Windräder in Bokel geplant
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12:27 09.11.2019
Von Beate König
Die Windräder in Bokel-Ellerdorf wurden bereits „repowert“. Vom Dach des Maschinenhauses hat man einen Ausblick über die Anlage. Quelle: Sven Janssen
Nortorf

Im zweiten Regionalplanentwurf des Landes von 2018 ist bei Bokel auf zwei Flächen mit insgesamt 28 Hektar Größe ein Vorranggebiet für Windenergienutzung mit dem Namen PR2_RDE_83 ausgewiesen. Auf der Fläche westlich von Bokelfeld plant die Trave Erneuerbare Energien GmbH mit Sitz in Lübeck (Trave EE) vier Windräder. Zwei sind knapp 180 Meter hoch, eines 192 Meter und eines knapp 200 Meter hoch.

Schall- und Schattenwurf-Gutachten liegen vor. Die Anlage wird als umweltverträglich eingestuft. Im Frühjahr 2021 sollen die Windräder Strom produzieren, der beim Umspannwerk Jevenstedt ins Stromnetz eingespeist werden soll. Der Vertrag der Windkraftanlagen-Betreiber endet nach 25 Jahren und kann um fünf Jahre verlängert werden.

Windräder in Bokel: Gemeinde erhält 2500 Euro pro Jahr und Anlage

Um eine Anlieferung der tonnenschweren Bauteile zu ermöglichen, wurde in einem 1768 Seiten starken städtebaulichen Vertrag festgesetzt, dass auf Kosten der Trave EE ein Teil des Bokelfelder Wegs vor Baustart neu asphaltiert wird.

Die Bauherrin verpflichtet sich zudem, der Gemeinde pro Jahr und errichtetem Windrad 2500 Euro Winterdienstkosten zu erstatten. Der Vorschlag von Bürgermeister Ralf Horstmann, einen Bürgerwindpark zu planen, bei dem Anwohner Anteile erwerben können, wird nicht umgesetzt. „Eine Koppelung war rechtlich nicht möglich, sie hätte jedoch die Akzeptanz erhöht“, sagte Horstmann.

Seit 2015 liefen die Planungen für drei bis vier Windkrafträder, erklärte Bürgermeister Horstmann weiter. In der Gemeinde steht bereits ein Windpark: Auf dem Gemeindegebiet von Bokel und Ellerdorf drehen sich auf 70 Hektar Fläche seit 19 Jahren Windräder.

Windräder in Bokel: "Entscheidung nicht leicht gemacht"

Die anfangs zehn jeweils 100 Meter hohen Windräder wurden 2013 durch sechs 150 Meter hohe Windkraftanlagen ersetzt, Betreiberin ist das in Bremen beheimatete Unternehmen Wind Project Development.

„Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht“, sagte Ulrich Dücker (SPD) vor 30 Anwohnern während der Gemeindevertretersitzung. „Wir trauern um die Natur.“ Mit einem Anwalt sei beraten worden, ob der Bau der Anlagen verhindert oder verzögert werden könne. „Wir haben zwei Seelen in der Brust“, sagte Thomas Jasper (SPD). Seine Partei sei für Windenergie und erneuerbare Energie.

„Durch die Planungshoheit des Landes wird den Gemeinden die Handlungsfreiheit unterm Hintern weggerissen“, kritisierte Gemeindevertreter Thomas Jaspert (SPD). Nicht alle Gemeindevertreter stimmten dem Bau zu.

„Mit einem Bauleitverfahren hätte der Bau verzögert werden können“, sagte Gemeindevertreter Thies Boller (AKWG). „Damit hätten wir später bei einem Repowering eine Höhenbegrenzung der Anlagen erzielen können.“ Die Kosten von geschätzt 70000 bis 110000 Euro hätten jedoch den Etat der Gemeinde gesprengt.

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