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Rendsburg Neue Heimat: Stadt gibt Mehrheit ab
Lokales Rendsburg Neue Heimat: Stadt gibt Mehrheit ab
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11:22 16.05.2019
Von Hans-Jürgen Jensen
Seniorenwohnanlage Neue Heimat in der Schleswiger Chaussee in Rendsburg. Quelle: Hans-Jürgen Jensen
Rendsburg

Die umstrittene Entscheidung über die weitere Zukunft der bisher rein städtischen Seniorenwohnanlage Neue Heimat fiel am Mittwochabend in nichtöffentlicher Sitzung.

Neue Heimat soll aus dem Minus

Zuletzt hatte die Stadt vor einem Jahr einen Managementvertrag mit der Brücke geschlossen, was als Teilprivatisierung galt. Zuvor war ein Bürgerentscheid gegen diesen Schritt gescheitert.

Die Brücke soll die Neue Heimat aus den roten Zahlen führen. Der Weg in die Privatisierung sorgte im vergangenen Jahr für heftigen Streit.

Drei Verträge mit der Brücke

Die Ratsversammlung stimmte am Mittwochabend insgesamt drei Abkommen mit der Brücke zu - einem Kooperationsvertrag, einem Gesellschaftsvertrag und einem Übertragungsvertrag.

Stadt behält 40 Prozent der Neuen Heimat

Die bisher rein städtische Neue Heimat geht demzufolge an eine Gesellschaft, an der die Brücke zu 60 Prozent, die Stadt zu 40 Prozent beteiligt ist.

Die in den ersten sechs Jahren anfallenden Verluste muss die Stadt laut Vertrag ausgleichen. Allerdings nur bis zu einer Gesamtsumme von 2,5 Millionen Euro. Was an Verlusten darüber hinausgeht, würden den Angaben zufolge Brücke und Stadt im Verhältnis 60 zu 40 untereinander aufteilen.

Bei der Neuen Heimat arbeiten nach Angaben der Stadtverwaltung zurzeit 68 Angestellte, davon 43 in der Pflege. Sie werden zurzeit noch nach dem Tarif des Öffentlichen Dienstes bezahlt.

33 Beschäftigte wollen nicht in die neue GmbH wechseln, sie bleiben damit städtische Angestellte und behalten ihre für den Öffentlichen Dienst geltenden Tarifverträge, erklärt Stadtsprecherin Dörte Riemer.

Klagen drohen

Damit kommt auf die Stadt womöglich ein Problem zu. Denn unter den nicht zu einem Wechsel bereiten Angestellten sind nach Informationen dieser Zeitung neun Mitarbeiter aus der Pflege.

Die Stadt kann diese im Gegensatz zu Angestellten aus der Verwartung oder der Küche nicht weiter beschäftigen. Sie muss daher schlimmstenfalls damit rechnen, dass die neun Pflegekräfte Abfindungen einklagen.

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