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Rendsburg Acht Millionen für Amtsneubau in Felde
Lokales Rendsburg Acht Millionen für Amtsneubau in Felde
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20:09 04.02.2020
Von Florian Sötje
So sieht die erste Visualisierung vom Entwurf des neuen Amtsgebäudes in Felde aus. Quelle: Sven Janssen
Felde

Vor fast genau zwei Jahren, als im Amtsausschuss die Entscheidung fiel, den Umzug der Amtsverwaltung von Achterwehr nach Felde auf den Weg zu bringen, standen Kosten von vier Millionen Euro im Raum. Im Oktober 2018 waren es dann 4,5 Millionen Euro. Und zuletzt war man von 5,3 Millionen Euro für den Neubau ausgegangen. Dementsprechend rasant wirkt der nun öffentlich gewordene Kostenanstieg auf etwa 7,9 Millionen Euro.

Brand: Zahlen lag keine Bedarfsanalyse zugrunde

Amtsdirektor Joachim Brand hat für die Summe mehrere Erklärungen. Die ursprünglich genannten Beträge stammten aus einer frühen Phase der Neubau-Planungen. „Diesen lag noch keine konkrete Bedarfsanalyse zugrunde“, sagt Brand. Es sei ein erheblicher Unterschied, ob man – wie seinerzeit vom Kreis Rendsburg-Eckernförde als Erweiterung geplant – ein reines Bürogebäude mit Standardbüros ohne Besucherverkehr und ohne Sonderfunktionen plane, und auch keine Infrastruktur schaffen müsse. Oder wie nach jetzigem Stand auf der „grünen Wiese“ neu baue.

„Mit der Polizei, dem Gemeindebüro Felde, Archiv, Bürgerbüro, Sitzungssaal und Trauzimmer gibt es viele Nutzungen, für die besondere bauliche Vorkehrungen geschaffen werden müssen. Daneben soll sich das Gebäude gut in den Ortskern einfügen, möglichst umweltschonend gebaut und betrieben werden. Und es muss natürlich alle Vorschriften für öffentlich genutzte Bauten erfüllen“, sagt der Amtsdirektor. Alles zusammen verursache zusätzliche Kosten.

Entwicklung der Baukosten weiterer Preistreiber

Ein weiterer Grund: die Entwicklung der Baukosten. „Die allgemeine Entwicklung macht auch vor unserem Bauvorhaben nicht halt“, sagt Brand. Der neue Betrag hat auch Auswirkungen auf den Sitzungskalender. Der für den 25. Februar angesetzte Amtsausschuss ist abgesagt worden. Stattdessen wird an diesem Tag der Bau- und Finanzausschuss des Amtes ein weiteres Mal tagen. Dann wolle man den Gemeinden aufzeigen, wie sich die Kosten haushaltsmäßig auswirken, sagt Brand. „Hier bewegen wir uns in Bereichen, in denen wir ganz transparent sein wollen“, sagt er.

Die Entwicklung der Kosten stellt Rolf Sebelin (BFF/CDU), Felder Mitglied im Finanz- und Bauausschuss, nicht infrage. „Man darf nicht vergessen, dass den zuvor gehandelten Zahlen keine vertiefte Analyse zugrunde lag“, sagt Sebelin, der von einer ursprünglich „groben Schätzung“ spricht. Dem weiteren Austausch mit dem Amt in Bezug auf das Bauvorhaben sieht Sebelin positiv entgegen. „Wir werden als Gemeinde noch viele Ideen einbringen. Ich bin optimistisch gestimmt, dass wir zu einem guten Ergebnis für die Felder Bürger und das Amt kommen werden“, sagt Sebelin.

Unzufriedenheit mit der Optik des Neubaus

Mit der optischen Gestaltung des Entwurfs ist er allerdings nicht glücklich. „Ich bin davon überzeugt, dass es das Gebäude in hübscher gibt.“ Sebelin wünscht sich vom Architekten weitere Entwürfe. Der ehemalige Architekt Hans-Joachim Wuttke, der in Felde die Schulmensa gebaut hat und im Dorf jahrelang aktiv war, kommt zu einem ähnlichen Schluss: „Als ich den Entwurf gesehen habe, bin ich fast vom Stuhl gefallen. Felde hat sich in Sachen Architektur immer Mühe gegeben. Aber das ist für Felde unwürdig“, bilanziert Wuttke.

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