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Rendsburg Der Baulärm vor der Bahnruhe
Lokales Rendsburg Der Baulärm vor der Bahnruhe
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06:00 25.01.2019
Von Beate König
Neben den Bahngleisen durch Timmaspe werden auf einer Nachtbaustelle 2,5 Kilometer lange Lärmschutzwände auf beiden Seiten gebaut. Quelle: Beate König
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Timmaspe

Auch nachts rollen regelmäßig Züge durchs Dorf. Vier pro Stunde sind auf der Strecke zwischen Hamburg und Flensburg unterwegs, berichtet Derner. Mit 160 Stundenkilometern donnern sie an den Häusern vorbei. Tagsüber sei die Zug-Frequenz pro Stunde höher, dafür seien nachts die Züge mit bis zu 150 Waggons deutlich länger.

Tempo auf 120 km/h gedrosselt

Noch bis März und beim zweiten Bauabschnitt von August bis September allerdings wird wegen der Bauarbeiten das Tempo auf 120 Kilometer pro Stunde gedrosselt. Von 22 Uhr bis sechs Uhr früh wird auf der Strecke Nortorf-Neumünster von Kilometer 83,842 bis 85,161 jede Nacht gearbeitet.
500 rund vier Meter lange, gegen Korrosion doppelt verzinkte und beschichtete Stahlpfosten werden während der beiden Bauphasen in den Boden gesenkt. „Einvibriert“, nennt Egbert Meyer-Lovis, Pressesprecher der Deutschen Bahn AG, den Vorgang, bei dem der Lärmpegel für Anwohner kräftig steigt. Zwei bis 2,50 Meter hoch ragen die Wandstützen zum Schluss über Gleishöhe aus Löchern. Sie wurden per Hand ausgehoben, um neben den Gleisen verlaufende Kabelstränge nicht zu zerstören.

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Wände sollen 50 Jahre halten

In der vergangenen Woche waren die Arbeiten weniger dezibelstark: Die eingerammten Pfähle bekamen Sockel aus flüssig angeliefertem Beton. Mit jeweils 50 Zentimeter hohen Aluminium-Steckelementen in Grüntönen sollen zwischen den Pfosten die schützende Wände hochgezogen werden. Bis zu 50 Jahre sollen die Wände halten.
Drei Firmen teilen sich im Auftrag der Bahn den Job, mehr Ruhe ins Dorf zu bringen.
Die Eisenbahndienstleistung und Bahntechnik GmbH (EDB) überwacht die Baustelle mit den Mitarbeiter der Baufirma Eurovia. Die Kube Con ist für die Sicherung der Bauarbeiter und des Straßenverkehrs zuständig. Während der Bauarbeiten sind die Schranken ausgeschaltet. Vor jeder Zugquerung werden per Hand Sicherheitsleinen und Signallampen am Bahnübergang installiert.

Bürgermeisterin zufrieden

Anwohner Dieter Plagemann meint: „Viele Anwohner haben sich schon an den Lärm gewöhnt.“ Früher habe sich die Bewegung der Bahnschienen bei darüber rollenden Zügen deutlich kräftiger in die Anrainer-Häuser übertragen. „Da klirrten immer die Gläser im Schrank.“
Meike Derner ist mit der Deutschen Bahn zufrieden. 2016 waren die Bürger auf einer Einwohnerversammlung informiert worden, vor Baubeginn wurden Info-Zettel in die Briefkästen gesteckt.

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