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Rendsburg Stadtwerke Nortorf werden digitaler
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17:33 03.03.2020
Von Beate König
Werner Kägi (links) und Winfried Bentke von den Stadtwerken zeigen die neuen digitalen Stromzähler: Der elektronische Datenzähler links kann Daten an die Stadtwerke senden und empfangen, der rechte speichert Daten bis zu zwei Jahre.. Quelle: Beate König
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Nortorf

Der Einstieg der Stadtwerke Nortorf ins digitale Mess- und Sendezeitalter bei Stromzählern wird durch Bundesgesetzgebung vorgeschrieben, erläuterte Werner Kägi, Referent aus dem Asset Management der Stadtwerke. 2016 begannen auf Bundesebene die Planungen für den Umstieg.

Zähler werden gewechselt, wenn die Eichung abgelaufen ist

Die Stadtwerke werden von den 3000 analogen Stromzählern in 2400 Haushalten in Nortorf bis 2023 zehn Prozent durch digitale Geräte ersetzen, kündigte Werner Kädi an. Bis 2032 sollen alle Haushalte mit einer modernen Messeineinrichtung (MME) digital ausgestattet sein. Die Zähler werden gewechselt, wenn die 16 Jahre geltende Eichung der analogen Geräte abgelaufen ist.

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Der Vorzug der MME: Verbraucher können die Strommengen bis zu zwei Jahre lang zurückverfolgen. „Über den transparenten Verbrauch könnten die Kunden zum Energiesparen angeregt werden“, so Kägi. Der Nachteil: Die elektromagnetisch arbeitenden, analogen Ferraris-Geräte konnten günstig neu geeicht werden. Bei MME-Geräten wird eine neue Eichung teurer als ein Neugerät. 18 Euro Gebühr zahlt ein Kunde pro Jahr für das MME. Der analoge Zähler kostete 13 Euro.

Kunden können Stromdaten auf einer Internetplattform lesen

Großkunden - das sind Verbraucher mit mehr als 6000 Kilowattstunden pro Jahr auf dem Zähler - werden mit einem elektronischen Basiszähler, einem Intelligenten Messsystem (IMSys), ausgestattet. Zunächst erhalten 20 Kunden ein Kombigerät mit digitalem Zähler und einer Kommunikationseinheit, die über ein Virtual Private Network (VPN), einen Datentunnel, Verbrauchsdaten per Handyfunknetz an die Stadtwerke sendet. Das VPN soll durch komplexe Andockverfahren von Sender und Empfänger übertragungssicher sein. Vorteil: Kunden können Stromdaten auf einer Internetplattform lesen.

Stichwort Datensicherheit: „Ein Auslesen der Daten durch Dritte soll nicht möglich sein“, betont Werner Kägi. Beim Transport vom Hersteller zu den Stadtwerken und bei der Lagerung der Kommunikationseinheiten gibt es Sicherheitsvorkehrungen: Um Manipulationen an den Geräten zu verhindern, ist das Schloss des Extra-Lagers für die Einheiten mit einem täglich wechselnden Sicherheitscode gesichert, Monteure arbeiten nach Sicherheitsvorgaben.

Ins Datensenden stiegen die Stadtwerke 2018 ein

Die Kommunikationseinheit der ersten Generation könne lediglich Zählerstände senden. Ins Messgeschehen im digitalen Stromzähler kann das Sendegerät nicht eingreifen, betont Werner Kägi. Die jährliche IMSys-Gebühr liegt bei gut 84 Euro. Die Stromkosten, die die intelligente Messeinheit verursacht, übernehmen die Stadtwerke.

Ins Datensenden stiegen die Stadtwerke 2018 mit dem Aufbau eines Flächenfunknetzes, eines Low-Range-Wide Area-Netzwerks (Lora), ein. Eine Antenne auf dem First des Hauptgebäudes empfängt per Digitalfunk unter anderem die Stromverbräuche von Straßenlaternen. Vorher fuhr ein Mitarbeiter zu den Trafo-Häuschen, las die Werte ab und sie per Hand in eine Liste ein. Seit 2019 warnt ein Kältesensor bei niedrigen Fahrbahn-Temperaturen. Droht Glatteis-Gefahr, starten die Streufahrzeuge.

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