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Rendsburg Neues Frauenhaus für 2,1 Millionen Euro
Lokales Rendsburg Neues Frauenhaus für 2,1 Millionen Euro
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16:41 17.10.2019
Von Beate König
Hier ist Platz für schutzbedürftige Frauen und ihre Kinder: Die Adressen der Frauenhäuser bleiben geheim. Quelle: Thomas Eisenkraetzer
Rendsburg

In Rendsburg plant die Brücke Rendsburg-Eckernförde als Bauherrin und Betreiberin einen Ersatzbau für das alte Frauenhaus. Im Neubau sollen auf rund 680 Quadratmetern Wohn- und Betriebsflächen 22 Plätze für schutzbedürftige Frauen entstehen. Der Standort des Hauses wird von der Brücke zum Schutz der Betroffenen geheim gehalten.

Frauenhaus kostet 2,1 Millionen Euro

Die Gesamtkosten von rund 2,1 Millionen Euro werden zu einem guten Drittel aus Mitteln der Sozialen Wohnraumförderung des Innenministeriums finanziert. Das Land beteiligt sich über das Impuls-Programm zur Sanierung von Frauenhäusern mit gut 714.000 Euro. Bei der Förderbescheid-Übergabe im Kreishaus Rendsburg erklärte Gleichstellungsministerin Sabine Sütterlin-Waack: „Hand in Hand haben wir es geschafft. Mit dem Neubau des Frauenhauses setzen wir das nächste starke Zeichen der Hilfe für von Gewalt betroffene Frauen.“ Das Land fördere mit Mitteln aus dem Impulsprogramm bereits Ersatzneubauten in Eutin und Itzehoe. „Frauenhäuser sind unverzichtbarer Bestandteil der Hilfestrukturen. Sie müssen in einem guten baulichen Zustand sein.“

Landrat Rolf-Oliver Schwemer betonte: „Das Zusammenwirken aller Akteure ist für mich ein gutes Beispiel für eine gelungene Kooperation zwischen der örtlichen Ebene, dem Land Schleswig-Holstein und dem Kreis Rendsburg-Eckernförde.“ Zugleich dankte er dem Verein Brücke Rendsburg-Eckernförde dafür, dass sie sich mit dem Standort Rendsburg für einen zentralen Ort im Kreisgebiet entschieden habe.

Zuflucht für schutzbedürftige Frauen

Dietmar Böhmke, Vorstandsvorsitzender der Entwicklungsagentur für den Lebens- und Wirtschaftsraum Rendsburg, unterstrich bei seiner Förderbescheid-Übergabe die große Bedeutung dieser sozialen Einrichtung. Die 13 Trägerkommunen und der Verwaltungsrat stimmten einstimmig für die Förderung, berichtete er. Er freue sich, dass die bislang unzureichenden Platzverhältnisse bald der Vergangenheit angehören werden.

„Wir werden die an uns gestellte Aufgabe erfüllen, das neue Haus zu führen“, sagte Heike Rullmann aus dem Vorstand der Brücke Rendsburg-Eckernförde. Sie bedankte sich für die Kooperation der Partner. Sie machte klar: „Frauenhäuser sollten nicht notwendig sein. Seelische und körperliche Gewalt gegen Frauen und Mütter aber gibt es – immer noch, massenhaft, täglich und weltweit. Das Wissen um diese Gewalt ist in unserer Gesellschaft angekommen. Politik und Verwaltung sehen sich in der Pflicht, Schutzräume zu ermöglichen und professionelle Betreuungs- und Aufklärungsarbeit zu finanzieren.“

Impuls-Programm mit 6,8 Millionen Euro Fördermitteln

Die Mittel der Sozialen Wohnraumförderung werden in Form eines Darlehens in Höhe von 650.000 Euro sowie eines Zuschusses von 162.100 Euro gewährt.

Das Land stellt mit dem Impuls-Programm 6,8 Millionen Euro Fördermittel für Investitionen in Frauenhäuser in ganz Schleswig-Holstein zur Verfügung.

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