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Rendsburg So sieht das neue Ziegengehege aus
Lokales Rendsburg So sieht das neue Ziegengehege aus
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10:48 08.11.2019
Von Kerstin Tietgen
Girgentana-Ziegenbock Gismo gefällt das neue Tiergehege. Quelle: Kerstin Tietgen
Warder

Im Frühjahr 2019 begannen die Planungsarbeiten für die 1,5 Hektar große Anlage, die bisher nur aus einem in die Jahre gekommenen Unterstand und einer Wiese bestand. Nun ziert die Koppel ein täuschend echt aussehender Felshügel mit einem besonderen Clou: Denn der Unterstand für die Böcke ist auf der Rückseite versteckt. Dadurch haben die Tiere einen Rückzugsort, und die Landschaft wirkt unberührt.

Keine einfache Konstruktion

„Ästhetik und artgerechte Haltung sollten in diesem Gehege verbunden werden“, sagt Tierparkdirektor Kai Frölich. Leichter gesagt als getan. Denn dafür musste die Konstruktion Stück für Stück mit Füllsand und Beton aufgeschichtet werden. Zusätzliche Stahlträger sorgen dafür, dass die nötige Stabilität gewährleistet ist, und ein Styropor-Kern dafür, dass der Fels nicht zu schwer wird. Zum Schluss wurde ein spezieller Beton aufgetragen, per Hand modelliert und mit verschiedenen Farben bemalt. Naturmaterialien wie Findlinge und Baumstämme machen die Illusion perfekt.

Ein Paradies für Böcke

Carolin Reimertz ist für die rund 80 Ziegen im Park zuständig. Sie freut sich besonders über das neue artgerechte Gehege für ihre Böcke: „Ziegen klettern gerne und sind unheimlich neugierig. Von ihrem Felsen können sie jetzt alles gut überblicken.“ Wenn es mal Zoff geben sollte, kann der Fels als Puffer fungieren. Jeder Bock geht auf eine Seite, und die Streithähne müssen sich nicht sehen. „Bei der platten Rasenfläche vorher ging das nicht“, so Reimertz. Auch die Klauen konnten auf dem weichen Boden nicht so gut abgewetzt werden wie jetzt auf dem harten Untergrund. Besonders wichtig ist im stürmischen Herbst aber vor allem der Unterstand, denn eins mögen Ziegen so gar nicht: Regen. „Sobald die ersten Tropfen kommen, verziehen sie sich in den Stall. Da sind sie ganz anders als die Schafe.“

Ein etwas anderer Zoo

Der Tierpark Arche Warder, Landwedeler Weg 11, in Warder wurde 2003 gegründet und setzt sich seitdem für den Erhalt seltener Nutztierrassen ein. Neben Eseln, Pferden, Ziegen, Schafen und Hühnern leben dort auch Enten, Gänse, Schweine, Puten und andere Kleintiere, wie Widderkaninchen und Frettchen. Rund 80 verschiedene Rassen werden im Park gehalten und weitergezüchtet.

Investition für Ziegen und Pferde

Insgesamt 70 000 Euro wurden in den neuen Teil des Tierparks investiert. Neben dem Ziegengehege wurde von dem Geld auch eine angrenzende Koppelanlage mit Unterstand für zwei Alt-Oldenburger Stuten gebaut. Unterstützt wurde die Arche Warder mit Fördergeldern in Höhe von 10 000 Euro von der Umweltstiftung Greenpeace und 15 000 Euro von der Bingo Umweltlotterie

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