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Rendsburg Kreis kontrolliert Bordelle
Lokales Rendsburg Kreis kontrolliert Bordelle
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20:35 19.09.2017
Von Hans-Jürgen Jensen
Der „Club Aphrodite“ sieht sich als fester Bestandteil des Rotlichtmillieus in Norddeutschland. Quelle: Beate König
Rendsburg

Mehr noch als unter ihren Freiern stöhnen Prostituierte unter dem neuen Bundesgesetz – einschlägige Internetseiten sind voll davon. Tatsächlich müssen Bordelle, Bars, Clubs und privat tätige Frauen sich bis zum 31. Dezember dieses Jahres beim Kreis Rendsburg-Eckernförde registrieren – so sie denn Prostituierte beschäftigen oder selbst dem horizontalen Gewerbe nachgehen. Doch wie groß ist deren Zahl? Und wo befinden sich die Betriebe, arbeiten die Frauen? Einen kompletten Überblick hat auch die Kreisverwaltung an der Kaiserstraße in Rendsburg nicht, sagt Barbara Rennekamp, Leiterin des zuständigen Ordnungsamts beim Kreis. 

Noch kein Antrag liegt vor

Weil es nun eine Meldepflicht gibt, müssen Betreiber von Bordellen und Clubs sowie Prostituierte, die in ihren Privatwohnungen arbeiten, beim Kreis einen Antrag auf Erteilung einer Erlaubnis nach Paragraf 12 Prostituiertenschutzgesetz stellen. Allerdings liege noch kein einziger Antrag vor, sagt die Beamtin. Einige Betreiber von Bordellen hätten aber schon telefonisch nachgefragt, was zu tun sei.

Betriebskonzept ist nötig

Die Inhaber der Betriebe müssen dem Kreis darlegen, dass sie Steuern zahlen, und ein polizeiliches Führungszeugnis vorweisen, außerdem ein Betriebskonzept vorlegen. Ein Merkblatt listet auf, was gemeint ist: "typische organisatorische Abläufe" seien zu schildern, ob es einen Wäscheservice gibt und Mahlzeiten angeliefert werden. Neben der Bearbeitung von Anträgen muss der künftige Mitarbeiter auch einschlägige Anzeigenspalten in Zeitungen und Internetseiten durchforsten - auf der Suche nach noch unbekannten Adressen, erklärt Barbara Rennekamp.

Brandschutz und Fluchtwege

Bei Ortsterminen kontrolliert der neue Kreis-Mitarbeiter, ob es Fluchtwege gibt und Brandschutz. Und ob die Prostituierten womöglich auf Kondome verzichten - erkennbar etwa durch entsprechende Aushänge im Etablissement oder Bemerkungen in der Annonce.

Der Breitbauausbau in Bredenbek kommt voran. Voraussichtlich ab Dezember ermöglicht die Telekom in weiten Teilen der Gemeinde Download-Geschwindigkeiten bis zum 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s).

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