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Rendsburg Zukunft der ländlichen Orte gefährdet
Lokales Rendsburg Zukunft der ländlichen Orte gefährdet
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19:00 06.01.2019
Von Frank Scheer
Amtsdirektor Heinrich Lembrecht kritisierte die Kitafinanzierung im Land: Viele Gemeinden könnten die hohen Kosten nicht mehr alleine stemmen. Quelle: Frank Scheer
Bordesholm

"Es gibt im Amt Gemeinden, die keinen Zuzug von Eltern mit Kindern mehr wünschen, da der Gemeindehaushalt die Kita-Kosten nicht aufbringen kann", so Heinrich Lembrecht, der am 30. Juni nach 30-jähriger Tätigkeit in den Ruhestand verabschiedet wird, in seiner letzten Neujahrsansprache. "Das darf nicht so sein und ist eine ganz gefährliche Entwicklung - nämlich gar keine für den ländlichen Raum." Dafür erhielt der Amtsdirektor viel Applaus der gut 400 Gäste.

Kommunen bluten finanziell aus

Sein Vorschlag: Die Kommunen sollten einen pauschalen Vorwegabzug, ähnlich dem Kinderfreibetrag bei der Steuererklärung, erhalten. Das würde seiner Meinung nach die derzeitige Ungerechtigkeit abfedern. Im Amt Bordesholm gibt es viele Orte die unter den hohen Betreuungskosten, die an die Träger zu zahlen sind, finanziell bluten. Das 170 Einwohner zählende Reesdorf muss für Kindertagesstätten- und Schulkosten zum Beispiel mehr bezahlen als es überhaupt einnimmt. Für einen Krippenplatz sind je Kind momentan 6500 Euro zu bezahlen.

Lindenrumpf sollte einer Gedenktafel weichen

Zur Zukunft der Gerichtslinde, die Ende Mai zusammengebrochen war, hat Lembrecht auch eine klare Meinung. Zunächst sei er ja der Meinung gewesen, man sollte den Rumpf erhalten. "Der Anblick, den die Restlinde aber bietet, lässt mich dafür plädieren, den Stamm bis auf eine Tafel zu entfernen und den Platz als Natur- und Kulturdenkmal neu zu gestalten", so der Amtsdirektor. Eine Lenkungsgruppe, die sich seit Herbst mit dem Thema befassen, wird im Frühjahr erste Ergebnisse vorlegen.

400 Gäste strömten in den Sitzungssaal des Rathauses am Bahnhof.
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