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Rendsburg Nordart barrierefrei
Lokales Rendsburg Nordart barrierefrei
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16:35 19.05.2015
Von Wolfgang Mahnkopf
Karin Wiemer-Hinz (links) überreichte Johanna und Hans-Julius Ahlmann die Auszeichnung Barrierefreiheit der Stadt Rendsburg. „Die Ausstellung und das Ausstellungsgelände wurden für die barrierefreie Nutzung optimiert“, zollte die Stadtpräsidentin Anerkennung. Quelle: Wolfgang Mahnkopf
Rendsburg

„Mit verschiedenen Maßnahmen wird Menschen mit Behinderungen der Besuch eines Kulturangebotes auf Weltniveau ermöglicht. Die Ausstellung und das Ausstellungsgelände wurden für die barrierefreie Nutzung optimiert“, lobte Karin Wiemer-Hinz. Die Stadtpräsidentin überreichte Hans-Julius Ahlmann, Hausherr, Kunstgönner und Aco-Gesellschafter, und Ehefrau Johanna im Beisein von Nordart-Kurator Wolfgang Gramm, Inga Aru aus der Managementabteilung und Architekt Helmut Hansen die Anerkennung.

 22000 Quadratmeter historische Eisengießerei in der ehemaligen Carlshütte, 80000 Quadratmeter Park, 1500 Kunstwerke – die Besucher können sich auf lange Wege einrichten, wenn sie die Vielfalt der Nordart genießen wollen. „Das geht auch für Behinderte problemlos“, hat Axel Hennecke im Sommer vergangenen Jahres festgestellt. Dem Ehrungsvorschlag des Rollstuhlfahrers folgten der Arbeitskreis für Menschen mit Behinderung und der städtische Sozialausschuss.

 Der Behindertenbeauftragte der Städte Rendsburg und Büdelsdorf äußerte sich begeistert über die barrierefreie Gestaltung des Kunstwerks Carlshütte. „Dort ist fast alles schwellenfrei. Es gibt kaum Hindernisse, die es Rollstuhlfahrern unmöglich machen, an die Kunstwerke heranzufahren“, erzählte der 52-Jährige. Blinden sei es gestattet, die Kunstwerke zu ertasten. „Das ist nicht selbstverständlich.“ Die Wege seien nicht gepflastert, sondern würden aus festem Sandboden bestehen. „Sie sind so angelegt, dass sie bei Steigungen mit zwei bis drei Prozent unter der Zumutbarkeitsgrenze von sechs Prozent liegen.“

 Drei Behinderten-Toiletten seien angemessen auf dem gesamten Gelände verteilt. „Die Schnur für das Notfallsignal reicht bis auf den Fußboden, das ist beispielhaft.“ Axel Hennecke strahlte, als Ahlmann ankündigte: „In dieser Saison werden wir bei Bedarf erstmals Gebärdensprachdolmetscher auf Führungen einsetzen.“