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Rendsburg "Erfolg für direkte Demokratie"
Lokales Rendsburg "Erfolg für direkte Demokratie"
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11:00 11.07.2019
Von Hans-Jürgen Jensen
Das sogenannte Kesselhaus gehörte zum Gelände des Teldec-Schallplattenwerks in Nortorf. Quelle: Beate König
Nortorf

Nun sei der Umbau des Kesselhauses beziehungsweise der Ausstieg aus den Plänen "im Sinne der direkten Demokratie in die Hände der Bürger gegeben worden", erklärte Friedrich am Donnerstag gegenüber dieser Zeitung.

Bürgermeister reagiert gelassen

Dass die Bürger jetzt entscheiden sollen, "ist in Ordnung", sagte Bürgermeister Torben Ackermann (CDU), der für den Umbau kämpft. "Ich bin überzeugt davon, dass die Mehrheit der Bürger dem Kesselhaus-Umbau positiv gegenübersteht."

Michael Friedrich beantragte gemeinsam mit den Stadtverordneten Angelika Bretschneider (Grüne) und Manfred Kohn (SPD) den Bürgerentscheid beim Kreis. Der Jurist gehört der Nortorfer Stadtverordnetenversammlung an und ist Vorsitzender des Haupt- und Finanzausschusses. Der Kreis Rendsburg-Eckernförde genehmigte den Bürgerentscheid am Mittwoch.

"Kesselhaus-Bürgerentscheid noch vermeidbar"

Friedrich zeigte sich weiterhin verhandlungsbereit: "Wir haben ein tragfähiges Alternativkonzept zu deutlich geringeren Kosten und ohne hohe Folgekosten." Die Initiatoren des Bürgerentscheids wollen nach seinen Worten jetzt kurzfristig "auf die Gegenseite" zugehen. Der Bürgerentscheid sei noch vermeidbar. Er berge für beide Seiten das Risiko, die Abstimmung zu verlieren.

"Zu spät für Gespräche"

Er wolle sich die Argumente der Umbau-Gegner anhören, erklärte Bürgermeister Ackermann. Verhandlungen über ein Alternativkonzept kämen aber zu spät, meinte er. Nachdem der Bürgerentscheid genehmigt ist, sei es jetzt "der total falsche Zeitpunkt". Denn 637 Nortorfer Bürger hätten mit gültigen Unterschriften die Urabstimmung gefordert. Sollte es doch keinen Entscheid geben, müssten sie sich vor den Kopf gestoßen fühlen.

Teldec-Museum soll ins Kesselhaus

Der Streit dreht sich um den geplanten Umbau des Kesselhauses zu einem Schallplatten-Museum, ein in Nortorf hochemotionales Thema. Die Befürworter wollen damit an die Geschichte des vor rund 30 Jahren geschlossenen Teldec-Schallplattenwerks erinnern. Das Museum gibt es bereits in einem beengten Wohnhaus am Jungfernstieg. Im Kesselhaus hätte es mehr Platz. 

Streit um Kosten für Schallplatten-Museum

Für den Umbau kämpft Bürgermeister Torben Ackermann (CDU). Die Stadtverordneten haben für das Vorhaben eine Million Euro bereitgestellt. Nortorf könne damit rechnen, dass die Aktivregion 750.000 Euro übernimmt, sagte der Bürgermeister zuletzt. Der jährliche Zuschussbedarf betrage 25.000 Euro. Die Initiatoren des Bürgerentscheids bezweifeln diese Zahlen. Sie seien zu niedrig. Nortorf könne sich das Vorhaben nicht leisten.

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