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Rendsburg Grünes Licht für Bürgerentscheid
Lokales Rendsburg Grünes Licht für Bürgerentscheid
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20:10 10.07.2019
Von Hans-Jürgen Jensen
Lutz Bertram hütet Teldec-Schätze im engen Schallplatten-Museum.. Quelle: Beate König
Nortorf

"Soll die Stadt Nortorf darauf verzichten, ein Schallplattenmuseum im ehemaligen Kesselhaus mit städtischen Finanzmitteln einzurichten und zu betreiben?": Diese Frage sollen die Nortorfer beim Bürgerentscheid beantworten. Gegner des Vorhabens werden mit "Ja" stimmen, Befürworter mit "Nein".

Bürgerentscheid noch vermeidbar

Den Bürgerentscheid beantragten SPD und Grüne. Ein Termin für die Abstimmung steht noch nicht fest. Die Stadtverordnetenversammlung könnte sie noch vermeiden. Sie müsste zurückrudern und frühere Beschlüsse widerrufen.

Eine weitere Möglichkeit wäre ein Kompromiss zwischen Befürwortern und Gegnern. Michael Friedrich (SPD), einer der Initiatoren, deutete im Juni Gesprächsbereitschaft an.

Die Initiatoren des Bürgerentscheids hatten nach Angaben von Kai Volkmann, dem Chef der Kreis-Kommunalaufsicht, 682 Unterschriften gesammelt und vor einem Monat im Nortorfer Rathaus abgegeben.

637 gültige Unterschriften für Bürgerentscheid

45 Unterschriften seien nicht gültig gewesen, habe die Prüfung der Amtsverwaltung ergeben. Teilweise stammten sie von Bürgern, die nicht in Nortorf wohnen, andere Unterschriften seien doppelt, nannte Volkmann als Beispiele. Unterm Strich seien 637 Unterschriften gültig, mehr als nötig. Erforderlich seien 569 Unterschriften.

Nun käme ein formales Verfahren in Gang. Einen Termin für die Abstimmung müsste die Stadtverordnetenversammlung festlegen, sie tagt am 27. August.

Der Bürgerentscheid müsste von jetzt an in spätestens drei Monaten stattfinden, also bis Mitte Oktober 2019, sagte Volkmann. Eine Verlängerung der Frist um  drei Monate sei möglich. Dem müssten aber die Initiatoren des Bürgerentscheids zustimmen.

Teldec-Geschichte endete vor 30 Jahren

Der Streit dreht sich um den geplanten Umbau des Kesselhauses zu einem Schallplatten-Museum, ein in Nortorf hochemotionales Thema. Es geht den Befürwortern darum, die Geschichte des vor rund 30 Jahren geschlossenen Teldec-Werks in der Stadt wach zu halten.

Teldec-Museum im engen Wohnhaus

Das Museum gibt es bereits in einem beengten Wohnhaus am Jungfernstieg. Im Kesselhaus hätte es mehr Platz. Dazu kommt: Das Gebäude steht auf geschichtsträchtigem Boden, es gehörte zum Teldec-Firmengelände.

Kosten für Schallplatten-Museum umstritten

Für den Umbau kämpft Bürgermeister Torben Ackermann (CDU). Die Stadtverordneten haben für das Vorhaben eine Million Euro bereitgestellt. Nortorf könne damit rechnen, dass die Aktivregion 750.000 Euro übernimmt, sagte der Bürgermeister zuletzt. Der jährliche Zuschussbedarf betrage 25.000 Euro.

Die Initiatoren des Bürgerentscheids bezweifeln diese Zahlen. Sie seien zu niedrig. Nortorf könne sich das Vorhaben nicht leisten.

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