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Rendsburg Macht die Gemeinde den Weihnachtsmarkt?
Lokales Rendsburg Macht die Gemeinde den Weihnachtsmarkt?
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17:09 01.03.2019
Von Sven Janssen
Im Jahr 2017 konnten Zorka (3, links) und Zorad (6) aus Stampe noch in den Sack des Weihnachtsmannes greifen, für 2019 gibt es Hoffnung, dass es wieder einen Weihnachtsmarkt in Flemhude gibt. Quelle: Sven Janssen
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Quarnbek

Tausende Menschen aus der Region kamen bisher immer zu dem Fest. Das Thema war am 14. Februar an einem Runden Tisch diskutiert worden. Die Kirchengemeinde hatte Bürger, Vereine und Vertreter der umliegenden Gemeinden eingeladen, um über die Zukunft des Marktes zu sprechen.

Als Veranstalter werde die Kirche nach 31 Jahren nicht mehr zur Verfügung stehen, machte Pastor Andreas Lux deutlich. Unterstützen werde man den Markt aber weiter, und auch das Kirchengrundstück samt Gebäude stünde dafür zur Verfügung.

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Thema im Kirchenrat

Dass die in über drei Jahrzehnten stetig gewachsene Veranstaltung der Gemeinde zu groß wird, sei schon vor einem Jahr im Gemeindekirchenrat Thema gewesen, so Lux. Dennoch wurde auch für 2018 geplant, und alles sah gut aus. Beim Aufbau des Weihnachtsmarktes fehlten dann die bestellten Buden.

Lieferant ließ Organisatoren sitzen

Der Lieferant, der den Markt seit Jahren versorgte, habe die Organisatoren sitzen lassen, sei einfach nicht erschienen und bis heute nicht erreichbar. Die Folge: Der Weihnachtsmarkt wurde, wie berichtet, kurzfristig abgesagt. Die Enttäuschung war nicht nur bei den 100 Betroffenen, angefangen bei den freiwilligen Helfern über lokale Aussteller bis hin zu den Künstlern, groß – sondern auch bei den vielen Besuchern. Alles war vorbereitet, Kekse gebacken, kleine Kunstwerke gebastelt und Würstchen gekauft, als am Vortag des Marktes die Absage kam.

Der Runde Tisch sollte jetzt vorrangig eine Frage klären: Wird es 2019 einen Flemhuder Weihnachtsmarkt geben? Eine Absage erteilte die Runde dem Markt nicht. Seitens der Kirche machte Lux klar, dass der immer größer werdende organisatorische Aufwand einem immer kleiner werden Kreis an Ehrenamtlichen gegenüberstehe, die die Arbeit nicht mehr bewältigen könnten. Neben dem finanziellen Risiko sei auch das Haftungsrisiko für die Veranstaltung zu groß. Dennoch würde er sich freuen, wenn der Markt unter anderer Regie erhalten bliebe.

Absage an kommerziellen Veranstalter

Ein neuer Veranstalter, der diese Risiken übernimmt, muss also gefunden werden, wenn der Markt Bestand haben soll. Der Idee, die Marktorganisation an einen kommerziellen Veranstalter abzugeben, habe die Runde eine klare Absage erteilt, sagte Lux.

Eine Möglichkeit wäre es, dass die Gemeinde Quarnbek als Veranstalter einspringt. Das wurde am Donnerstag in der Gemeindevertretung diskutiert. Grundsätzlich seien alle Gemeindevertreter einverstanden, dass die Gemeinde als Veranstalter einspringe, sagte Bürgermeister Klaus Lange (Grüne). Bevor ein offizieller Beschluss in der nächsten Sitzung am 28. März gefasst werde, habe man den Kultur- und Finanzausschuss beauftragt, noch einmal genauer hinzuschauen. „Einig sind wir uns, dass der Weihnachtsmarkt dann künftig von einem Team aus Bürgern organisiert werden soll.“

Helga Reimer, die seit drei Jahrzehnten den Markt mit einem Team für die Kirchengemeinde organisiert hat, hat bereits signalisiert, dass sie auch bei einer Fortführung durch ein Organisationsteam der Gemeinde wieder mit dabei wäre, um zu unterstützen.

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