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Rendsburg Blick ins Viadukt
Lokales Rendsburg Blick ins Viadukt
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14:51 23.07.2015
Von Hans-Jürgen Jensen
Quelle: Jörn Dieck zeigt Bohrkerne aus dem Osterrönfelder Viadukt.
Osterrönfeld

Jörn Dieck kniet im Aukamp vor einer Holzkiste mit zwei Fächern. Darin liegen steinerne Zylinder mit einem Durchmesser von rund zehn Zentimetern. Schicht für Schicht sind gelb gebrannte Ziegel erkennbar, dazwischen Lagen aus Mörtel. In anderen Zylindern sind rot gebrannte Ziegel erkennbar. Es sind Bohrkerne, die Jörn Dieck zeigt. Der Diplom-Ingenieur bei der Bahn unter anderem für die Rendsburger Hochbrücke und ihre Dämme verantwortlich.

Insgesamt sechs Viadukte durchbrechen die Dämme an der Hochbrücke, in der Bahnhofstraße und im Aukamp in Osterrönfeld, in der Blenkinsopstraße, der Aalborgstraße und der Augustenburger Straße sowie am Nobiskrüger Gehölz in Rendsburg. Die aus drei Bögen bestehenden Bauten ähneln sich. „Alle Viadukte sind komplett aus Stein gemauert“, sagt Dieck. Nur ihre Füße sind durch einen Mantel aus Beton verstärkt. Das ist das größte der sechs Viadukte in Osterrönfeld und Rendsburg, erklärt er und zeigt auf den Bogen über dem Aukamp. 27 Meter hoch ist das Bauwerk und 70 Meter lang.

„Das größte Problem ist die Feuchtigkeit“, sagt Dieck. Sie dringt ins Bauwerk ein, Frost sprengt Risse in die Mauern. „Wir wollen wissen, wie das Bauwerk innen aussieht“, begründet der Diplom-Ingenieur die bis zu zwei Meter tiefen Bohrungen über dem Aukamp. „Wie tief gehen die Risse?“ Von den insgesamt elf Bohrkernen vom Aukamp erwartet die Bahn Rückschlüsse auf den Zustand der anderen Viadukte. Am Ende steht die Frage, ob eine Grundinstandsetzung der Bauwerke reicht oder ob sie komplett erneuert werden müssen, erklärt Dieck. Die Arbeiten über dem Aukamp sollen an diesem Freitag enden.

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