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Rendsburg Bordesholmer wollen Tafel mit aufbauen
Lokales Rendsburg Bordesholmer wollen Tafel mit aufbauen
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20:31 29.04.2019
Von Frank Scheer
Torben Kollmus (von links) und Dieter Randig vom Partnerschaftsverein Bordesholm sowie Kekavas Bürgermeisterin Viktorija Baire wollen weiter für eine „lebendige Partnerschaft“ sorgen, für die Bordesholm 2017 ausgezeichnet wurde. Quelle: Frank Scheer
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Bordesholm

Nach den großen Geburtstagsfeierlichkeiten im vergangenen Jahr hat 2019 hat eine neue Ära in der Partnerschaft begonnen – die Vorstände und vor allem Spitzen in beiden Vereinen haben sich verändert, vor allem verjüngt. Neue Perspektiven, aber auch Themen wie Klimawandel und -schutz standen daher bei einem Bordesholm-Kekava-Treffen von Freitag bis Montag auf dem Programm.

Partnerschaft auf Augenhöhe weiter angestrebt

Kekavas Bürgermeisterin Viktorija Baire, ihre Sozialamtsleiterin Agnese Mence-Katkevica und der für Energiefragen zuständige Kommunalpolitiker Zintis Saicans waren zu Gast in Bordesholm. Beide Seiten wollen an einer „Partnerschaft auf Augenhöhe“ festhalten, hieß es uniso zu Beginn eines Pressegespräches im Rathaus am Montagmittag. Und beide Seiten können voneinander lernen und profitieren.

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Viele Letten sind auf Selbstversorgung angewiesen

Bei der Digitalisierung und beim Schulwesen sowie der Jugendbetreuung seien uns die baltischen Staaten „um Längen voraus“, wie der Bordesholmer Gemeindechef Ronald Büssow (SPD) feststellte. Andererseits seien viele lettische Bürger auch noch auf Selbstversorgung angewiesen und für die Sozialschwache sei eine Tafel sinnvoll, wie es seine Kollegin Vitorija Baire zum Ausdruck brachte.

Seniorpaten aus Bordesholm sollen helfen

Dieter Randig, der bis zum kommenden Jahr übergangsweise den Vorsitz im Bordesholmer Verein von Manfred Osbahr übernommen hat, schwebt in puncto Tafel eine Patenschaft an. „Seniorpaten könnte direkt in Kekava bei der Realisierung helfen.“ In Bordesholm gibt es eine sehr gut laufende Tafel.

Gesetz erschwert Tafel-Realisierung

Das Problem in Lettland: Nahrungsmittel, deren Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist, dürfen momentan noch nicht einer solchen Einrichtung zur Ausgabe an Bedürftige zur Verfügung gestellt werden. „Diese gesetzliche Regelung soll sich aber bis Juni ändern“, hieß es. Da aber viele Menschen in Kekava auch als Rentner auf einen Nebenerwerb angewiesen seien, fehlten perspektivisch auch Kräfte, die ehrenamtlich bei einer Tafel mitarbeiten könnten.

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