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Rendsburg Unterschriften gegen Kündigung
Lokales Rendsburg Unterschriften gegen Kündigung
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16:27 22.03.2019
Von Sven Tietgen
Petra Steffens freut sich über die Unterstützung vieler Wattenbeker und denkt über ein Weitermachen nach. Quelle: Sven Tietgen
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Wattenbek

Der ehrenamtliche Mitarbeiter hofft an den beiden Wochenendtagen auf viele Besucher, die zum Kugelschreiber greifen.

Als erstes „Etappenziel“ peilt Siegfried Brettschneider 120 ausgefüllte Zettel an. Der Wattenbeker, der 41 Jahre als Lehrer an der örtlichen Grundschule wirkte, plant die Übergabe der Unterschriften in der Gemeindevertretersitzung am 28. März im Wattenbeker Schalthaus. Dort will das Ortsparlament, wie berichtet, hinter verschlossenen Türen über das weitere Vorgehen in Sachen Kündigung und Pachtvertrag beraten. Vor allem die Art und Weise, wie die Kündigung zu Stande kam, hat den 75-jährigen Pensionär zu seiner Aktion getrieben.

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„Man führt ein Gespräch vor einer möglichen Kündigung und nicht hinterher“, betont „Bretti“, wie der ehemalige Lehrer und VHS-Vorsitzende in der Region auch genannt wird. Petra Steffen hatte nach der Rückkehr aus einem Paris-Urlaub die Pachtvertragskündigung der Gemeinde im Briefkasten gefunden und war aus allen Wolken gefallen. Seit 15 Jahren organisiert die 66-Jährige in der denkmalgeschützten Kate Kulturveranstaltungen. Brettschneider, der weitere Unterschriftenlisten in örtlichen Geschäften und Einrichtungen auslegen will, hofft auf ein Einlenken der Gemeinde.

Gemeinde Wattenbek hat Pachtvertag für Räucherkate nicht verlängert:

Petra Steffens hat mit ganz viel Herzblut und Hingabe etwas ganz Tolles geschaffen. Es gibt keine Einrichtung in Wattenbek, die so bekannt ist wie die Räucherkate.“ Weitere Unterschriftenlisten will er mit Unterstützung von Helfern in örtlichen Geschäften und Einrichtungen auslegen, kündigte er an. Die Betroffene selbst zeigte sich gerührt von der Aktion und auch von anderen Unterstützungsaktivitäten von Nachbarn, Gästen und Künstlern. „Das ist eine tolle Wertschätzung, die ich erfahre“, sagt die Pächterin – und denkt jetzt darüber nach, doch weiterzumachen.

Denn nach der Kündigung, die wegen verspäteter Zustellung nicht rechtens ist, wollte sie nur noch bis Ende des Jahres Konzerte, Lesungen und andere Aktivitäten organisieren. „Ich hatte viele schlaflose Nächte. Aber wenn die Gemeinde auf mich zukommt, würde ich mir es noch mal überlegen.“

Das Urzeitmuseum an der Dorfstraße 4 in Brügge ist sonnabends und sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Weitere Informationen zur Unterschriftensammlung gibt Siegfried Brettschneider unter Tel. 04322/2402.

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Hans-Jürgen Jensen 22.03.2019
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