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Rendsburg Aufwertung durch heimische Pflanzen
Lokales Rendsburg Aufwertung durch heimische Pflanzen
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16:50 08.04.2017
Von Beate König
"Bestes Pflanzwetter!" entschieden Paul Kröber (links) und Luisa Determeyer. Quelle: Beate König
Brekendorf

Hunderte Stecklinge und Dutzende Stämmchen von Boskoop und Cox Orange, Williams Christ und Butterbirne verlud Kröber in mehreren Lagen auf einen Anhänger. „Wir arbeiten mit dem Spaten, bis wir Schwielen an den Hände haben“, kündigte der Jäger angesichts der Pflanzen hoch motiviert an. Was am Wochenende nicht gepflanzt wird, will das Paar zwischenlagern.

„Wir wollen einen 30 Meter langen Erdwall bepflanzen und eine 6000 Quadratmeter große Streubobst-Wiese anlegen“, erklärte Luisa Determeyer den Plan. Auch unter den Hochsitzen soll der Baum- und Strauchanteil erhöht werden. Der Wall soll als Deckung für Niederwild wie Fasane, Hasen und Kaninchen dienen, auf der Streuobstwiese kann später Damwild Futter finden, erläuterte die 29-Jährige. „Wir haben außerdem einen Imker auf dem Hof, für seine Bienen bieten sich die Blüten als Tracht an.

Großeinkauf der jungen Jäger

Hegeringleiter Bernd Vollertsen war mit dem Großeinkauf der jungen Jäger zufrieden, in den ersten Stunden war der Verkauf schleppend angelaufen: „Wir haben insgesamt 4000 Pflanzen von einer Baumschule in Halstenbek im Angebot“, berichtete der Organisator. Ziel der seit zehn Jahren jährlichen Börse ist, Jägern wie André Pätzold die Aufwertung von Biotopen im Revier durch heimische Pflanzen zu erleichtern. „Ich will auf 5000 Quaratmetern Fläche eine Obstwiese neben meinem Haus aufbauen“, erzählte Pätzold. „Das Obst können später auch Wanderer ernten.“

Auch Gartenfreunde aus der Region sollen sich mit den drei- bis fünfjährigen Bäumen, Himbeer- und Stachelbeersträuchern, Mirabellen, Schmetterlingsflieder, Hartriegel, Schneelball, Pfaffenhütchen, Quitten-Birne, Klarapfel, Buchen und Eichen eindecken können.

Vollertsen erläuterte: „Der Erlös kommt dem Tag Lernort Natur zu Gute, den unser Hegering jedes Jahr für die dritten Klassen der Grundschulen aus Owschlag und Alt Duvenstedt im Wald vorbereitet.“

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