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Rendsburg Nicht zu spät ums Thema Pflege kümmern
Lokales Rendsburg Nicht zu spät ums Thema Pflege kümmern
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20:27 15.07.2019
Von Florian Sötje
Iris-Uta Räther-Arendt vom Pflegestützpunkt im Kreis Rendsburg-Eckernförde berät Betroffene und Angehörige zum Thema Pflege in Kronshagen. Quelle: Florian Sötje
Kronshagen

Welche Anträge muss ich stellen? Welche Leistungen stehen mir zu? Wie bekomme ich Unterstützung im Haushalt? Bei solchen und vielen anderen Fragen steht Iris-Uta Räther-Arendt im Kronshagener Beratungsbüro im Bürgerhaus Betroffenen und Angehörigen mit Rat und Tat zur Seite. Sie hat einen Überblick über die Möglichkeiten und die vielen ehrenamtlichen Angebote in der Region. Seit 2010 ist Räther-Arendt beim Pflegestützpunkt und dort neben Kronshagen auch für Altenholz sowie die Ämter Achterwehr, Dänischer Wohld und Dänischenhagen verantwortlich.

Um das Thema Pflege sollte sich jeder frühzeitig kümmern

Sie weiß aus Erfahrung: "Menschen konfrontieren sich mit dem Thema Pflege erst, wenn ein Krankheitsfall aufgetreten ist." Eine Krankheit zu entdecken, sei aber nicht immer ganz einfach. "Demenz zum Beispiel muss man erst mal in der Familie erkennen", sagt Räther-Arendt. Von daher sei Aufklärung ein wichtiges Thema. "Gut wäre es, wenn sich Menschen präventiv an mich wenden würden, um zu wissen, welche Möglichkeiten es im konkreten Fall gibt", sagt die Pflegeberaterin.

Ganz wichtig ist das Thema Vorsorgevollmacht

Eine Sache, die niemand aufschieben sollte, ist die Ausstellung einer Vorsorgevollmacht - unabhängig vom Alter. Denn eine Notsituation kann jederzeit auftreten. "Das ist ein ganz wichtiger Punkt, über den man sich informieren muss: Wie soll es eigentlich weiter gehen, wenn ich selbst keine Entscheidungen mehr treffen kann", sagt Räther-Arendt.

Ehepartner dürfen nicht automatisch für Betroffene Entscheidungen treffen

Wer keine Vollmacht ausgestellt hat, und seine ärztliche Behandlung nicht mehr regeln oder mit Behörden sprechen kann, bekommt vom Amtsgericht einen rechtlichen Betreuer zugewiesen. Angehörige bleiben bei zentralen Entscheidungen somit außen vor. Auch Ehepartner dürften nicht automatisch Entscheidungen für Betroffene treffen, sagt Räther-Arendt. "Eine solche Vollmacht sollte also eigentlich jeder ab 18 Jahren ausstellen."

Angehörige müssen auch auf sich selbst achten

Bestimmte Fragen kämen immer wieder auf, sagt die Pflegeberaterin. Welches Angebot kann mich bei der Pflege eines Angehörigen entlasten? Wo bekomme ich eine Kurzzeitpflege für meinen Angehörigen, wenn ich für eine Woche in den Urlaub fahren möchte? Das Thema Entlastung sei ein wichtiges, sagt Räther-Arendt. "Angehörige müssen nicht nur auf den Betroffenen sondern auch auf sich selbst aufpassen", sagt sie.

Viele Menschen wollen in ihrem gewohnten Umfeld gepflegt werden

Die Pflegeberaterin macht auch Hausbesuche oder vermittelt sie. Manchmal gehe es dabei einfach ums Reden und Mut machen. "Ich versuche, die Menschen zu ermutigen, sich Rat und Hilfe zu holen, damit sie mit ihren Sorgen und Problemen nicht allein sind", sagt Räther-Arendt. Trotz verschiedenster Angebote sei es für viele Menschen wichtig, so lange wie möglich in ihrem vertrauten Umfeld zu bleiben. "Die meisten wollen in ihrer Häuslichkeit, im eigenen Netzwerk, bleiben."

Beratungsangebot jeden zweiten Donnerstag im Monat

Die Beratung im Kronshagener Beratungsbüro im Bürgerhaus, Kopperpahler Allee 69, findet jeden zweiten Donnerstag im Monat von 12 bis 14 Uhr statt. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.pflege.schleswig-holstein.de

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