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Rendsburg Piraten eroberten alle im Sturm
Lokales Rendsburg Piraten eroberten alle im Sturm
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16:31 16.08.2009
Eckernförde

Das Szenario kommt an - wie nicht nur der mit geschätzten 100000 Besuchern zufriedene Touristik-Chef Stefan Borgmann belegt. Jaden Harwath etwa ist extra aus Itzehoe gekommen, um beim dreitägigen Spektakel dabei zu sein. „Wir wollten uns das mal ansehen, weil er so ein Piratenfan ist“, erklärt Mutter Daniela, während der vierjährige Filius sich an der Seite von „Käpt'n Jack“ alias Rüdiger Specht aus Kiel fotografieren lässt. Etwas unheimlich ist er schon, der finstere Geselle, den Jaden da unvermittelt in der Fußgängerzone trifft. Doch schließlich geht's ja genau um derlei Gestalten, deren Taten an diesem Wochenende natürlich mit denen wirklicher Piraten nicht das Geringste zu tun haben.

Nach wie vor fasziniert die Figur des Piraten: „Die Kinder sind begeistert“, verraten Sabine Klang und Kerstin Fritsch aus Gettorf. Nach einem Rundgang legen sie mit den vierjährigen Söhnen Julius und Patrick eine Verschnaufpause am Pier ein. „Das Einzige, das fehlt, sind die echten Piraten“, bedauern sie, die große Seeschlacht verpasst zu haben. Tatsächlich ist die Inszenierung mit Piratenkämpfen an Bord der Hansekogge Ubena von Bremen und der Jachara für viele ein Höhepunkt des Spektakels. Den Showcharakter unterstreicht vorsichtshalber Jörg Lütjohann: „Glaubt nicht alles“, rät der pensionierte Lehrer, der mit seinem Roman „Der Schatz von Borby“ eine Vorlage gegeben hat. Für ihn geht es anschließend durch die Innenstadt, um mit seinen Jungpiraten das Ergebnis eines Aktion Ferienspaß-Projektes vorzuführen, sprich: in passendem Outfit muntere Lieder aus eigener Feder zum Besten zu geben.

Auch das Bühnenprogramm setzt auf Musik und „Rollenspiele“. Lautstark treten „Bon Scott“ und „Flash“ das Erbe von Rocklegenden an, um als „AC/DC“- und „Queen“-Cover-Bands die Gunst des Publikums im Sturm zu erobern. Zum Tagesausklang lassen sie es am Freitag und Sonnabend so richtig krachen. Das begeisterte Publikum vor der dicht umlagerten Bühne lässt fast die Vermutung zu: Piraten haben den Rock'n'Roll erfunden!

Doch geht's nicht nur ums Konsumieren. Beim Bau eines Piratenschiffes haben etwa die vierjährige Luise und der siebenjährige Lucas Leyrer aus Hessen ihren Spaß. „Das ist eine ganz prima Idee“, freut sich Papa Alexander Fassl, während er die Sicherheit der mit Hammer hantierenden Knirpse fest im Blick hat. Auf Nummer Sicher geht auch Helke Aeissen, den das „Piratenpatent“ an den Strand gelockt hat. Das hätte der vierjährige Braunschweiger schon ganz gern. Dass er dafür einen Kampf mit Enter-Egon bestehen muss, nimmt er schließlich in Kauf - allerdings auf dem Arm von Vater Hermann, der den von Bernd Polonsky gespielten Bösewicht natürlich mit Leichtigkeit in die Knie zwingt.

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11.00-13.

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