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Rendsburg Video: Erster Blick auf das neue Amtsgebäude
Lokales Rendsburg Video: Erster Blick auf das neue Amtsgebäude
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16:47 22.01.2020
Von Sven Janssen
Zum erstem Mal stellte Architekt Hauke Mengel seine Visualisierungen vom Entwurf des Amtsgebäudes in Felde vor. Quelle: Sven Janssen
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Felde

Großer Andrang herrschte gestern im Planungsausschuss in Felde. Nicht nur Felder Bürger waren gekommen, auch Gemeindevertreter aus dem Amtsgebiet waren dort, um erstmals und schon vor dem Bauausschuss des Amtes, die Entwürfe für das neue Amtsgebäude zu sehen.

Der erste Entwurf nach vielen Vorgesprächen

„Das ist ein erster Aufschlag, den wir nach vielen Vorgesprächen erstellt haben“, sagte Architekt Hauke Mengel, der in einer Computeranimation die Besucher virtuell von der Straße mit ins geplante Gebäude nahm. Das soll auf 5000 Quadratmetern im rechten Teil der Fläche „Op de Wisch“ für insgesamt rund 5,3 Millionen Euro entstehen.

Platz für Amt, Polizei und Gemeinde

Das zweigeschossige Gebäude besteht aus zwei Komplexen, die in einem spitzen Winkel, der sich zur Dorfstraße öffnet, aneinanderstoßen. Im Scheitelpunkt ist der Haupteingang. An der Front hat es eine Höhe von rund zehn Metern. Durch den starken Abfall des Geländes im hinteren Bereich hat der Komplex dort zusätzlich ein nahezu freiliegendes Untergeschoss, in dem künftig auch das Amtsarchiv untergebracht sein soll. Die Gebäudehöhe in diesem Bereich ist etwa 13,5 Meter.

Im Erdgeschoss ist neben Büros, einem Sitzungssaal mit rund 100 Quadratmetern und einem Trauzimmer mit 50 Quadratmetern, die durch eine Schiebewand auch verbunden werden können, auch ein eigener Raum für die Gemeinde Felde (38 Quadratmetern) eingeplant. Im vorderen Gebäudeteil soll die Polizei etwa 180 Quadratmetern beziehen.

54 Parkplätze für Mitarbeiter und Besucher

Knapp 3000 Quadratmeter Nutzfläche hat das Gebäude insgesamt. „Zum aktuellen Raumbedarf haben wir eine Reserve von sechs Büros eingeplant“, sagte Amtsdirektor Joachim Brand. Die hintere der drei Parkflächen, die direkt an den Lieferanteneingang im Untergeschoss anschließt, hat 24 Stellplätze für Mitarbeiter. Für die Polizei, Besucher und Menschen mit Behinderungen gibt es 15 Stellplätze direkt am Eingang. 15 weitere sind westlich vom Gebäude an den Künstlertürmen geplant.

Es gibt noch Diskussionsbedarf

„Das ist ein echt gewaltiger Bau, der dort entsteht“, sagte Jörg Gonnermann (Grüne). Grundsätzlich müsse man auch über zweigeschossiges Parken nachdenken, um Flächen zu sparen, sagte Bernd-Uwe Kracht (WF), der auch anregte, das Gebäude tiefer zu legen, damit es als erstes zweigeschossiges Gebäude nicht ganz so mächtig wirke. Diese Vorschläge und auch die Wahl der Steine, derzeit ist Klinker geplant, sollen in den nächsten Sitzungen besprochen werden. Um sich darauf vorzubereiten, sollen Pläne künftig mindestens eine Woche vor den Sitzungen vorliegen, forderte der Ausschuss.

Wohnen und Dienstleistung auf der Restfläche

Auf den 3700 Quadratmetern Restfläche zwischen Edeka und dem Amtsgebäude plant die Gemeinde ein Mischgebiet aus Gewerbe und Wohnen. Stadtplaner Sönke Groth stellte seinen Entwurf vor, der bereits auf das Amtsgebäude abgestimmt war. „Wir sind im ländlichen Bereich und müssen entsprechend planen, um keine riesigen Häuserfronten entstehen zu lassen“, sagte er.

Die Verbindung zwischen zwei mächtigen Gebäuden

Zwei Gebäudekomplexe mit einer Grundfläche von insgesamt rund 1200 Quadratmetern und ein Platz in der Mitte sind sein Vorschlag. Auch in dem Bereich müsste künftig Platz für Fahrzeuge sein, sagte er, mit Blick auf Wohnungen und Dienstleister. Die Verbindung zwischen Edeka und Amtsgebäude stieß im Ausschuss auf Wohlwollen. Der erste Aufschlag soll jetzt in den Fraktionen diskutiert werden. Um die Planungen voranzubringen, will der Planungsausschuss jetzt in höherer Frequenz tagen.

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