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Rendsburg Polizei ermittelt wegen Vandalismus
Lokales Rendsburg Polizei ermittelt wegen Vandalismus
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15:08 02.08.2019
Von Beate König
Die St. Martin-Kirche lädt Jedermann zum Verweilen ein. Seit April kam es mehrfach zu mutwilligen Beschädigungen und Verunreinigungen. Quelle: Beate König
Nortorf

„Tritt ein!“ lädt in den Sommermonaten die St. Martin-Kirche in Nortorf täglich von neun bis 17 Uhr ein. Touristen können die Backsteinkirche besichtigen, Menschen sich am Ort der Stille in der Stadt zum Gebet niederlassen und eine Kerze entzünden. Am 6. April, am 24. Juni und im Zeitraum vom 15. und 16. Juli wurde das Vertrauen der Kirchengemeinde in die Besucher enttäuscht: „Dinge wurden mutwillig beschädigt und verdreckt“, sagt Pastor Merten Biehl sauer. Der Deckel des Steinway-Flügels wurde aufgebrochen.

„Zuerst waren wir geschockt“

„Zuerst waren wir geschockt, dass so etwas in unserer Kirche passiert“, sagt Hanns Lothar Kaempfe, Vorsitzender des Kirchengemeinderats. Erster Reflex sei gewesen, die Kirche einfach abzuschließen. Das widerspreche jedoch der Idee der sogenannten offenen Kirche. „St. Martin wird jeden Tag als Ort der Einkehr genutzt“, erklärt Biehl. Deshalb wolle die Kirche weiterhin an der Öffnung festhalten. „Wir bitten die Nortorfer, mit auf ihre Kirche zu achten, damit wir sie weiter offen halten können“, sagt Kaempfe.

Vandalismus ist kein Dumme-Jungs-Streich

Als Dumme-Jungs-Streich tat die Gemeinde die Aktionen der Unbekannten nicht ab. Die Kirche hat bei der Polizeizentralstation Nortorf Anzeige erstattet. „Wir verfolgen die Straftatbestände Störung der Religionsfreiheit und Sachbeschädigung“, erklärt Dienststellenleiter Torsten Ramm. Das Verfahren sei zurzeit in Bearbeitung. Die Häufung der Vandalismusfälle in St. Martin sei ungewöhnlich. Aus Gemeinden in der Region seien der Polizei keine ähnlich gelagerten Fälle bekannt. Der Täter muss mit einer Strafe rechnen.

In der Region sind keine Vandalismusfälle in Kirchen bekannt

Helge Buttkereit, Pressesprecher des Kirchenkreises Rendsburg, sind von den 50 Kirchen und Friedhofskapellen im Kirchenkreis keine weiteren Fälle von Vandalismus bekannt. „Größere Kirchen wie St. Nikolai in Eckernförde, die St. Marien- und die Christkirche in Rendsburg haben ehrenamtliche Kirchenwächter, die zu den Öffnungszeiten nach dem Rechten sehen und als Ansprechpartner bereit stehen“, erklärt Helge Buttkereit.

In Nortorf sind Kirchensitter schwer zu finden

In der 8000-Einwohner-Stadt Nortorf seien die Anzahl von Freiwilligen, die Zeit für den Job als Kirchensitter haben, schwer zu finden, sagt Merten Biehl. Der Pastor appelliert an Anwohner und Mitarbeiter in den Geschäften, die sich rund um die Kirche in nächster Nähe befinden, ein Auge auf das Backsteingebäude und seine Besucher zu haben.

Susanne van den Bergh, Pressesprecherin des benachbarten Kirchenkreises Altholstein, sind von den 53 Kirchengemeinden in ihrem Kirchenkreis in letzter Zeit ebenfalls keine Vandalismusfälle gemeldet worden. Vor zwei Jahren habe es vermehrt Metalldiebstähle auf dem Friedhof in Neumünster gegeben. Damals wurden Wasserhähne abgeschraubt und Buchstaben von den Grabsteinen gerissen. Die Nikolaikirche in Kiel wurde Jahre lang während der Kieler Woche als Pinkelwand missbraucht. Ein Bauzaun um das Gotteshaus verhindert inzwischen während der Festwoche Uringestank. Susanne van den Bergh hat kein Verständnis für Vandalismus: „Die Offene Kirche ist ein Symbol für mich. Wir laden die Menschen im Vertrauen darauf ein, dass sie sich respektvoll verhalten.“

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