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Rendsburg Posaunenchor ist 20 Jahre alt
Lokales Rendsburg Posaunenchor ist 20 Jahre alt
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16:02 28.05.2018
Von Beate König
Zum Ständchen gab es ein Lächeln dazu: Der Posaunenchor an St. Martin feierte mit einem zweistündigen Wandelkonzert sein 20-jähriges Bestehen. Quelle: Beate König
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Nortorf

An vier Stationen zeigten die 20 Musiker, was Posaunenchöre auszeichnet: Facettenreichtum im Repertoire und eine Beweglichkeit, die ihnen den Spitznamen „mobile Allwetterorgel“ eingebracht hat.

Binnen Minuten sind die Bläser zu Fuß an jedem Ort. Ein paar Handgriffe genügen, dann sind sie spielbereit, ob es regnet oder friert. Im Wald, an Seeufern, in Scheunen, Ställen und auch auf dem Friedhof stehen sie seit 1998 parat, um Feste, Gottesdienste und Andachten musikalisch zu umrahmen.

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Musiker zogen beim Wandelkonzert von Station zu Station

Beim Wandelkonzert machten sich die rund 80 Zuhörer am Sonntag mit dem Posaunenchor auf den Weg. Während die Musiker in einer Hand den Notenständer mit den mit Wäscheklammern fixierten Notenblättern, in der anderen das Instrument, aus der Kirche zum Rasen unter der alten Kastanie beim Markushaus und schließlich ins Markushaus zogen, schlenderte das Publikum mit.

Repertoire mit Gospels, Swing und Dixie

Im anspruchsvollen Jubiläums-Programm erklang das „Concerto grosso im Stil von Georg Friedrich Händel“ von Traugott Fünfgeld. Beim Choral „Vertraut den neuen Wegen“ sangen die Gäste ebenso kräftig mit wie beim Schlager „Am Sonntag will mein Süßer mit mir segeln gehen.“ Ansteckend rhythmisch-moderne Arrangements von Gospels, Jazz, Swing und Dixie sind ein Markenzeichen des Nortorfer Ensembles, Lorenz Jensen schreibt seinem Ensemble die Musik auf den Leib. Solo-Partien von Ralf Lentschat (Trompete) und Sebastian Lange-Haffmanns (Tuba) bildeten das Sahnehäubchen.

Dank für Fachwissen, Charme und Witz

Zwei Musiker trugen das schwere Geschenk, mit dem sich der Posaunenchor bei seinem Leiter für den nimmermüden Einsatz bedankte. „Das grüne Band darum ist ein Symbol für unsere Hoffnung, dass es noch lange weitergeht“, erklärte Alt-Pastor Karsten Kaehlcke. Kirchenvorsteher Hanns-Lothar Kaempfe bedankte sich im Namen des Kirchengemeinderats für Jensens Fachverstand, das kompositorisches Geschick, seinen Charme und Witz.

Jensen, der über den Kontakt zu Günter Bongert, dem damaligen Kantor an St. Martin, zum Posaunenchor kam, engagierte sich über Jahre für die Nachwuchsarbeit. Jugendliche nach dem Schulabschluss zu halten, sei schwierig. „Wenn sie studieren, gehen sie weg.“

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