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Rendsburg Privatmann plant Solarpark an der A210
Lokales Rendsburg Privatmann plant Solarpark an der A210
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06:00 25.02.2019
Von Sven Janssen
Auf seinen eigenen Flächen vorne links und auf Höhe des Bahnhaltes beidseitig der Autobahn 210 möchte der Bredenbeker einen Solarpark bauen. Quelle: Sven Janssen
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Bredenbek

Der Felder Solarpark an der Autobahn 210 (A210) auf Höhe Jägerslust ist fast fertig gebaut, ein zweiter steht auf Flächen hinter Hahn & Co. und jetzt könnte noch ein dritter Solarpark direkt am Bahnhalt an die Autobahn kommen. Einziger Unterschied: Während die beiden anderen Parks von ortsfremden Unternehmen betrieben werden, möchte dieses Mal ein Bredenbeker selbst den Park bauen und betreiben.

Detlef Decke stellte seine Pläne im Bauausschuss vor. „Ich möchte etwas für den Klimaschutz tun“, sagte der Bredenbeker, der in Rolfshörn einen landwirtschaftlichen Betrieb leitet. Erfahrungen hat er bereits mit einer Solaranlage auf seinem Scheunendach gesammelt. Auf seinen eigenen Flächen nördlich und südlich der A210 auf direkt am Bahnhaltepunkt der Gemeinde soll der rund zehn Hektar große Solarpark entstehen und jährlich rund 9,5 Millionen Kilowattstunden Strom produzieren. „Das entspricht in etwa dem Jahresverbrauch von 2500 Haushalten“, sagte er. 5000 Tonnen CO2 könnten so eingespart werden. Betrieben werden soll der Solarpark von einer Betreibergesellschaft, die Decke mit Sitz in Bredenbek gründen möchte.

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E-Ladestationen

Auch der Bahnhalt könnte von dem Vorhaben profitieren. „Ich möchte dort acht bis zehn E-Ladestationen für Pkw bauen“, erklärte er. Damit könnte Bredenbek beispielhaft im ländlichen Raum sein. Ganz kostenlos werde er das Laden nicht anbieten können, aber der Bahnhalt gewinne damit zusätzlich an Attraktivität.

Für die Gemeinde sei es auch ein Vorteil, dass die Wertschöpfung aus dem Projekt vor Ort geschehe. Die Bredenbeker Betreibergesellschaft zahle Gewerbesteuer komplett vor Ort. Da er ja auch Geld mit dem Solarpark verdienen wolle, würde auch Einkommensteuer anfallen.

Einkommenssteuer für die Gemeinde

Da seit 2015 ein Ausschreibungsverfahren für den Betrieb vorgeschrieben sei, bräuchte er als Mindestvoraussetzung dafür einen Aufstellungsbeschluss der Gemeinde für einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan.

Auswirkungen auf den bereits geplanten Solarpark werde das Projekt nicht haben, sagte Bauamtsleiter Christian Jöhnk. Es könne aber sein, dass die bestehende Planung diesem Projekt entgegen stehe. Inwieweit der Bau eines weiteren Solarparkes möglich sei, solle möglichst schnell mit der Landesplanung abgestimmt werden, bevor man in große Planungen einsteige, sagte er. Auf seiner nächsten Sitzung will sich der Bauausschuss mit den Plänen befassen.

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