Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Rendsburg Pro und Kontra auf zwölf Seiten
Lokales Rendsburg Pro und Kontra auf zwölf Seiten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
17:58 23.01.2017
Von Torsten Müller
Eltern der Brüder-Grimm-Schule in Kronshagen fordern die Zusammenlegung der beiden Grundschulen, um die Bildungschancen aller Kinder zu verbessern. Quelle: Torsten Müller
Anzeige
Kronshagen

Das Ergebnis überrascht nicht: Erstere spricht sich für den Fortbestand von „zwei kleinen attraktiven Grundschulen mit unterschiedlichen Profilen“ aus, die zweite hält aus sozialen und räumlichen Gründen eine Fusion für dringend erforderlich. Während die Brüder-Grimm-Schule ihre Position auf zehn Seiten begründet, fasst die Eichendorff-Schule ihre Argumente auf zwei Seiten zusammen. Letztere hatte der Gemeinde nach der Aufforderung zunächst einen eigenen Katalog mit 13 Fragen geschickt: Dabei ging es um die soziale Durchmischung an der Brüder-Grimm-Schule sowie um die dortige räumliche Situation, das Inklusionskonzept und Handlungsstrategien. Die Verwaltung verwies auf Angaben des Schulamtes vom vergangenen November, wonach etwa 40 Prozent der Brüder-Grimm-Schüler einen Bedarf an Deutsch als Zweitsprache (Daz) hätten, bei der Eichendorff-Schule seien es sieben Prozent. Angaben zu sogenannten bildungsfernen Elternhäusern seien schwierig; der Datenschutz lasse Erhebungen nicht zu.

 Aus pädagogischer Sicht befürwortet die Eichendorff-Schule zwei kleine Schulen: Schulanfänger könnten den Übergang vom Kindergarten besser bewältigen, Konflikte ließen sich leichter lösen, Kommunikation sei schnell und effizient möglich. Schulveranstaltungen könnten bei einer Fünfzügigkeit in der bisherigen Art kaum mehr umsetzt werden. Die Konferenz hält es für sinnvoll, Daz-Kinder auf beide Schulen zu verteilen. Sie versichert, dass sie einem „ergebnisoffenen Analyseprozess“ positiv gegenüberstehe. Sollte die Zusammenlegung die beste Lösung sein, so die Konferenz, müsse diese jedoch „in einem vernünftigen Zeitrahmen unter professioneller Begleitung auf den Weg gebracht werden“. Sie gibt zu bedenken, dass eine neue Schule bei Null anfange: „Alle bisherigen Konzepte und Auszeichnungen wären hinfällig und müssten gemeinsam neu erarbeitet werden.“

 Nach Ansicht der Brüder-Grimm-Schule hat sich in Folge des Neu- und Umbaus der Eichendorff-Schule „ein Ungleichgewicht eingestellt“. Im Vergleich zu dieser strahlten Zustand und Ausstattung der Brüder-Grimm-Schule „wenig Attraktivität als schulische Lebens- und Lernumwelt aus“. Die Konferenz betont, dass stets versucht worden sei, das Beste daraus zu machen. Zudem sei die Schule durch die Raumnutzung externer Gruppen („Füchse“) in ihren Entwicklungsmöglichkeiten beschnitten worden. Im Bewusstsein von seit 2009 bestehenden Fusionsplänen habe die Schule nur sehr eingeschränkt Finanzmittel zur Unterhaltung des Gebäudes eingefordert. Ihr dieses verantwortungsvolle Handeln nun „als Faulheit, Nachlässigkeit oder Konzeptlosigkeit“ vorzuwerfen, könne als „perfide Form des Rufmords“ gewertet werden. Die Konferenz sieht das Ansehen der Schule auch durch Beiträge in sozialen Medien geschädigt und bewertet das Bürgerbegehren als „einen Akt der Einflussnahme“ an, der auf „ungefilterter Emotionalität und dem Verdrehen von Tatsachen“ beruhe. Die Konferenz unterstreicht die Notwendigkeit zur raschen Fusion: Die Entwicklung der Sozialstruktur an beiden Schulen zeige, unterstützt durch die freie Schulwahl, alle Merkmale und Begleiterscheinungen einer Entmischung, die viele Kinder in ihren Bildungschancen benachteilige.

 Unbekannte haben ein Feuer im Keller eines Mehrfamilienhauses in Rendsburg (Kreis Rendsburg-Eckernförde) gelegt. Bei dem Brand am Sonnabendabend gab es keine Verletzten, wie die Polizei am Sonntag mitteilte.

KN-online (Kieler Nachrichten) 22.01.2017

Nach einem Kellerbrand in der Marienburger Straße in Rendsburg mussten am Sonnabend fünf Menschen über Leitern gerettet werden. Verletzt wurde nach Auskunft von Jürgen Breyer vom Kreisfeuerwehrverband Rendsburg aber niemand.

Tanja Köhler 21.01.2017

Das Grün sticht sofort ins Auge. Die Farbe aus dem Kronshagener Wappen prägt den neuen Internetauftritt der Gemeinde. Er wurde in der Nacht zu Freitag freigeschaltet. Übersichtlicher, informativer und flexibel auf allen Gräten nutzbar präsentiert sich die neue Homepage "kronshagen.de".

Torsten Müller 20.01.2017