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Rendsburg Wie soll der Ort in 20 Jahren aussehen?
Lokales Rendsburg Wie soll der Ort in 20 Jahren aussehen?
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19:30 24.08.2018
Von Torsten Müller
Eine Beteiligung Quarnbeks am interkommunalen Gewerbegebiet in Felde wurde im Bauausschuss diskutiert. Quelle: Sven Janssen
Quarnbek

Was braucht die Gemeinde, um für die Zukunft gut aufgestellt zu sein? Auf jeden Fall eine Potenzialanalyse, „weil wir sonst keine Fördermittel bekommen“, sagte Vorsitzender Eberhard Tschach (CDU). Diesen Gedanken hatte er aus einem vorherigen Informationsgespräch in der Amtsverwaltung mitgenommen. Tschach verwies auf Melsdorf: Die Nachbargemeinde sei den Weg zu einem Ortsentwicklungskonzept sehr erfolgreich gegangen, habe aber auch eine Förderung von bis zu 75 Prozent der Kosten erhalten. Nach Angaben von Bauamtsleiter Christian Jöhnk ist bei einem derartigen Konzept, das mit professioneller Unterstützung durch ein Fachbüro erarbeitet wird, mit Kosten in Höhe von 30.000 Euro „plus“ zu rechnen.

Ein Ortsentwicklungskonzept bietet der Politik eine Orientierungshilfe

Bürgermeister Klaus Langer (Grüne) war allerdings skeptisch, „ob auch jetzt noch so viel Förderungen fließen“. Der Vorteil eines Konzeptes: An der Erarbeitung nehmen nicht nur die Kommunalpolitiker, sondern auch Bürger sowie Vereine und Verbände teil. Das Ergebnis bietet der Gemeindevertretung über Jahre eine Orientierungshilfe für künftige Entscheidungen. Johann Schirren (Grüne) sah wichtige Fragen zu klären: „Wie kriegen wir die Balance hin, Schule und Kindergarten am Ort zu halten?“ Angela Neumann (WIR) fragte, wo der Anlass für ein derartiges Konzept sei oder ob es nach dem Prinzip „Das machen wir mal“ gehe? Joachim Gehl (Grüne) hielt es für wichtig zu klären, „wie wir in 20 Jahren leben wollen“.

Beteiligt sich Quarnbek am interkommunalen Gewerbegebiet in Felde

Auch Frank Stephan (Grüne) zeigte sich vor allem hinsichtlich eines möglichen neuen Gewerbegebietes zurückhaltend. „Wird das überhaupt genehmigt, und gibt es dafür eine Mehrheit?“ Der Bürgermeister war da skeptisch. Auch in der Amtsverwaltung hält man den Wunsch aus Quarnbek mit Hinweis auf die Landesplanung für „chancenlos“. Tschach brachte daher eine mögliche Beteiligung am interkommunalen Gewerbegebiet in Felde ins Gespräch. An diesem sind auch Achterwehr und Westensee beteiligt. Das kommunale Trio teilt sich Kosten und Gewerbesteuereinnahmen. Im Zentralort wird bereits seit längerem über eine Erweiterung des jetzt fünf Hektar großen Gebietes nachgedacht. Auf Nachfrage sagte gestern Feldes Bürgermeisterin Petra Paulsen (SPD) dazu: „Schön. Wenn die Zeit gekommen ist, können wir uns darüber unterhalten.“

Grundschule will an der Ortsplanung teilnehmen

Da derzeit gar keine Haushaltsmittel für ein Ortsentwicklungskonzept vorhanden sind, haben die Fraktionen Zeit, über das Für und Wider nachzudenken. Schulleiterin Sabine Simon bekundete aber schon mal ihr Interesse, mitzumachen. Ihre Schüler hätten bereits am Melsdorfer Konzept mitgearbeitet und tolle Ideen ausgebrütet.

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