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Rendsburg Kein Lärmschutz für Ostenfeld
Lokales Rendsburg Kein Lärmschutz für Ostenfeld
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12:15 23.10.2018
Von Hans-Jürgen Jensen
Jede Menge Verkehr quält sich über die A 7 auf der Rader Hochbrücke. Quelle: Ulf Dahl
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Ostenfeld

Es gebe keinen gesetzlichen Anspruch auf Lärmschutz, erklärte Mario Schönherr am Montagabend im mit 150 Bürgern voll besetzten Saal der Alten Schule in Ostenfeld. Der Diplom-Ingenieur ist Abteilungsleiter der Deges. Diese gemeinsame Gesellschaft von Bund und Ländern plant den Neubau der Rader Hochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal ab 2023.

"Rechtlich auf der sicheren Seite"

Die berechneten Lärmwerte lägen für Ostenfelder Anrainer unter der Höchstgrenze beziehungsweise genau auf ihr, sagte Schönherr. Besonders ärgerlich für einige Ostenfelder: Die Werte liegen tagsüber teils deutlich unter der Grenze. Nachts dagegen genau auf ihr. Schönherr versicherte: "Wir sind rechtlich auf der sicheren Seite."

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Vor zwei Jahren versprach Deges-Vetreter Schönherr Lärmschutz für Rade.

"Lärm wird erheblich zunehmen"

Schon jetzt sei es wegen der Nähe zur Rader Hochbrücke und der Autobahn A 210 laut, klagten dagegen Bürger. Der Lärm "wird erheblich zunehmen", meinte Arnold Schumacher, ehemaliger Bürgermeister in dem 600-Einwohner-Dorf. "Der Wind bläst uns den Lärm auf die Terrasse." Der voll besetzte Saal in dem Bürgerzentrum zeige, "wie groß der Druck ist".

Sechs Spuren

Der Neubau der Rader Hochbrücke ist nötig, weil die alte Überführung über den Nord-Ostsee-Kanal baufällig ist. Zurzeit ist die Brücke vierspurig. Die Nachfolgerin ist sechsspurig geplant. Der Neubau soll 2023 beginnen und sechs Jahre später fertig sein.

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