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Rendsburg Polizeieinsatz kostet bis zu 700000 Euro
Lokales Rendsburg Polizeieinsatz kostet bis zu 700000 Euro
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00:16 16.09.2013
Von Paul Wagner
Rund um die Uhr müssen Polizeibeamte an vier Sperstellen das Lkw-Fahrverbot an der Rader Hochbrücke durchsetzen. Quelle: fpr: Frank Peter
Kiel

Nach Angaben von GdP-Landesgeschäftsführer Karl-Hermann Rehr rechnet das Finanzministerium für die Personalkosten der Polizei in Schleswig-Holstein im Schnitt mit 50000 Euro pro Jahr und Beamten. Lege man diese Zahl zugrunde, summierten sich die Personalausgaben für die insgesamt 30 Polizisten, die in drei Schichten an den Kontrollstellen der Brücke Dienst schieben, zunächst auf etwa 125000 Euro pro Monat. Zu berücksichtigen sei außerdem eine 7-Tage- statt einer 5-Tage-Woche, die in diese Kalkulation zusätzlich mit einbezogen werden müsse.

Die am Freitag begonnene Sanierung der Rader Hochbrücke bei Rendsburg hat am Sonnabend für lange Staus auf der A7 gesorgt. Ab Höhe Bordesholm standen die Autofahrer am Vormittag in Richtung Norden 17 Kilometer, in Richtung Süden ab Owschlag vier Kilometer im Stau.

Zudem werde die Zahl der Kontrollstellen nach Angaben von Polizeisprecher Jürgen Börner bei besonderen Verkehrslagen von vier auf fünf erhöht, was weiteres Personal erfordert. Bis zum geplanten Ende der Brückenarbeiten im November könnte der Einsatz nach GdP-Angaben bis zu 700000 Euro an Personalkosten verschlingen. Diese Ausgaben beziehen sich allerdings auf Planstellen und dürften somit bereits im Haushalt der Polizei enthalten sein. Anders die zusätzlichen Aufwendungen für die Ausrüstung der Kontrollstellen. Bisher sind nach Angaben von Jürgen Börner für LED-Strahler, Feuerlöscher und Erste-Hilfe-Material, Transportkanister, die Anmietung von Containern, Toiletten und Stromaggregaten sowie die Reinigung der Schutzkleidung etwa 90000 Euro angefallen.


Insgesamt stelle der Dauereinsatz an den Sperrstellen der Rader Hochbrücke für die Landespolizei eine enorme Belastung dar. GdP-Chef Rehr sorgt sich mittlerweile um die Gesundheit der Kollegen, die Tag und Nacht dem Schmutz und Lärm direkt neben der Fahrbahn ausgesetzt sind. Zudem komme die Gefahr, die von Rasern ausgeht. Nach Angaben von Polizeisprecher Börner überschreitet etwa ein Drittel der Autofahrer die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h. In Einzelfällen seien bereits Spitzengeschwindigkeiten von 150 km/h gemessen worden.