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Rendsburg Chance auf Rechtsfrieden auf Rader Insel
Lokales Rendsburg Chance auf Rechtsfrieden auf Rader Insel
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12:35 29.09.2017
Von Hans-Jürgen Jensen
Rader Insel liegt in Höhe Borgstedt im Nord-Ostsee-Kanal. Quelle: Jörg Wohlfromm
Rader Insel

Es geht um Wochenendhäuser, Schuppen und Hütten ohne Baugenehmigung. Der Streit des Kreises mit den Eigentümern und Bewohnern begann vor mehr als 50 Jahren. Damals ging es um rund 70 Schwarzbauten. Einen Teil hat der Petitionsausschuss des Landtags vor neun Jahren legalisiert. Pächter, die damals 60 Jahre und älter waren, durften bis an ihr Lebensende bleiben.

Die Eigentümer wollten nicht abreißen

Zuletzt ging es nur noch um illegale Gebäude auf rund zehn Parzellen, bestätigt Martin Kruse, der Leiter des Kreis-Bauamts. Vor Gericht habe sich der Kreis Rendsburg-Eckernförde in allen Fällen durchgesetzt. "Wir wollten die Urteile umsetzen." Aber die Eigentümer wollten die Hütten nicht abreißen. Um sich durchzusetzen, hätte der Kreis den Abbruch selbst in Auftrag geben und womöglich auch bezahlen müssen, bestätigt Kruse. Der Beamte schätzt die Kosten auf rund 50.000 Euro.

Duldungsvertrag geschlossen

Stattdessen hat der Kreis mit einem Insulaner einen Duldungsvertrag über dessen sogenannte Blaue Hütte geschlossen. Der 93 Jahre alte Mann darf diese bis zu seinem Lebensende behalten, danach müsse das Haus kurzfristig abgerissen werden, sagt Kruse. Der Vertrag regelt auch, dass Schwarzbauten auf rund zehn weiteren Parzellen bis zum Ende des Jahres abgerissen werden müssen, bestätigte der Bauamtsleiter. Die Grundstücke gehören dem Mann beziehungsweise seiner Firma, einem Jachtservice auf der Rader Insel. Dann blieben nur noch etwa zehn Gebäude, die der Petitionsausschuss legalisiert hatte.

Sie fallen auf - und das nicht unbedingt positiv: die rot-weiß-gestreiften Betonleitsteine im Bereich Eschenbrook und Hamburger Landstraße in Molfsee. Doch sie stehen nicht ohne Grund in dem Bereich: Die Verkehrsaufsicht des Kreises hat wegen der Wild-Parker entschieden, sie zu aufzubauen.

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