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Rendsburg Verhandlungen mit der Pächterin
Lokales Rendsburg Verhandlungen mit der Pächterin
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14:00 06.04.2019
Von Frank Scheer
Am Dienstag vor Ostern führt die Gemeinde Wattenbek ein Gespräch mit der bisherigen Pächterin Petra Steffens über einen neuen Vertrag. Quelle: Frank Scheer
Wattenbek

 Viel Rauch hat die Kündigung des Pachtvertrags aufsteigen lassen. Eigentlich sollte die Kündigung Ende 2018 wirksam werden. Da das Schreiben aber einen Tag zu spät zugestellt worden ist, endet das Vertragsverhältnis erst Ende 2019. Mittlerweile haben sich 250 Menschen an einer Unterschriftenaktion für Steffens, die über die Entscheidung der Gemeinde erst durch das Schreiben erfuhr, beteiligt.

Gemeinde Wattenbek gab Versprechen

Die Gemeinde steht bei der Verhandlung mit Steffens, die von der Gemeindevertretung vor einer Woche beschlossen wurde, ein bisschen unter Zugzwang: Die Kommune hat 1995 beim Erwerb des 1789 gebauten und unter Denkmalschutz stehenden Rauchhauses der Eigentümerin Frida Bolt das Versprechen gegeben, „dass die Kate immer ein Ort der Kultur bleiben soll“. Deshalb hat die Gemeinde den Zuschlag zu einem etwas günstigeren Marktpreis bekommen. Das bestätigte Bernd Voß, der damals als Bürgermeister mit seinem Stellvertreter Uwe Bräse die Verhandlungen geführt hatte.

Pächterin will sich Bedingungen anhören

Der jetzige Bürgermeister Oliver Kruse (AfW) war vor 25 Jahren bei den Verhandlungen nicht dabei. Aber die Vereinbarung sei ihm durchaus bekannt. „Ich hoffe, dass wir mit Petra Steffens weitermachen können“, so Kruse. Entsprechende Signale habe er vernommen. Die Pächterin war angesichts der Welle der Unterstützung von ihrem ursprünglich verkündeten Abschied zum 31. Dezember 2019 etwas abgerückt. „Ich höre mir mal die Bedingungen an“, sagte sie.

Belange der Anlieger sollen berücksichtigt werden

Details wollte Kruse dazu aber nicht verraten. „Der Vertrag muss aber angepasst werden.“ Dabei ginge es der Gemeinde in erster Linie nicht darum, die Jahrespacht von 400 Euro drastisch zu erhöhen. „Wir können froh sein, dass überhaupt jemand Veranstaltungen anbietet“, so der Bürgermeister. Er wies aber darauf hin, dass die Wohnbebauung in den letzten Jahren dicht an die Kate herangerückt sei. Man müsse sicher auch über Öffnungszeiten nachdenken.

Für die Sanierung gab es Fördergelder

Umgerechnete 150000 Euro hat die Gemeinde für die Kate bezahlt. Die Sanierungskosten lagen bei fast 400000 Euro. Reiner Heyse, Mitglied im Verein Kulturkreis, erinnerte in einer Stellungnahme daran, dass die Gemeinde auch 30000 Euro Fördergelder erhalten hat – unter der Bedingung, dass ein Verein ein Nutzungskonzept realisiert.

Kulturkreis organisierte zunächst Veranstaltungen

„Cafè mit Bauerngarten“ lautete das Thema, das der 1997 gegründete Kulturkreis auch viele Jahre verfolgt hatte. Parallel zum Betrieb des Cafés mit einer Pächterin – seit 2004 ist Petra Steffens dabei – wurden von 2003 bis 2012 rund 90 Veranstaltungen organisiert, 50 davon in der Reihe „Musik im Café“. Vor sieben Jahren trennten sich die Wege des Vereins und Petra Steffens, die seitdem die Kulturveranstaltungen in der Kate alleine organisiert. Auf die Gründe wollte Heyse nicht eingehen.

In der Kate wird noch geräuchert

Vom damaligen Konzept sei aber nicht mehr viel übrig. Und auch angesichts der Investitionen in die Kate und auch der jährlichen Bewirtschaftungskosten – laut Heyse ein Minus von 10000 Euro – sei das Nachdenken über einen neuen Vertrag nachvollziehbar. Beim neuen Konzept muss berücksichtigt werden, dass eine Schlachterei von Oktober bis Mai im Gebäude räuchert. Das ermöglicht ein Bauerncafé wegen des Rauchs eigentlich nur im Sommer. Für die Räucherei nimmt die Gemeinde eine nicht unerhebliche vierstellige Pacht pro Jahr ein.

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