Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Rendsburg Polizei fand keine Bombe im Rathaus
Lokales Rendsburg Polizei fand keine Bombe im Rathaus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:35 26.03.2019
Von Hans-Jürgen Jensen
Das Rathaus Rendsburg wurde nach einer Bombendrohung gesperrt. Gefunden wurde jedoch nichts. Hier im Bild: Bürgermeister Pierre Gilgenast im Gespräch mit einem Polizeibeamten. Quelle: Hans-Jürgen. Jensen
Rendsburg

Das Rathaus der Stadt Rendsburg im Kreis Rendsburg-Eckernförde ist wegen einer Bombendrohung am Dienstagmorgen geräumt worden. Nach Angaben eines Sprechers der Polizeidirektion Neumünster durchsuchten seit 9.50 Uhr drei Sprengstoffhunde aus Neumünster und Friedrichstadt das Gebäude. Sie fanden jedoch nichts. Laut Polizei wurde das Rathaus deshalb um 11.30 Uhr wieder freigegeben. Für Kunden blieb es nach Angaben der Stadt aber geschlossen.

Bombendrohung gegen Rathaus Rendsburg kam per Mail

Laut Bürgermeister Pierre Gilgenast ging in der Nacht eine anonyme Mail mit der Bombendrohung gegen das Rathaus Rendsburg ein. Was genau in dieser Mail stand, möchte er aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen. Er sagte dazu nur: "Die Polizei nimmt die Mail sehr ernst".

Um 6.15 Uhr hat eine Mitarbeiterin der Poststelle die Mail mit der Bombendrohung gelesen und ihren Vorgesetzten, Stadtkämmerer Herwig Schröder, informiert und über den Notruf 110 die Polizei alarmiert. Rendsburgs Stadtkämmerer Herwig Schröder sagte am Morgen den Kieler Nachrichten: "Ich habe dann zugesehen, dass alle Mitarbeiter das Rathaus verlassen."

Unklar ist, wie viele Personen am Dienstagmorgen bereits im Rathaus Rendsburg waren. Laut Herwig Schröder müssten es um diese Zeit erfahrungsgemäß 30 bis 40 Mitarbeiter sein. Kunden seien um 6.27 Uhr noch keine im Rathaus Rendsburg gewesen. Das Gebäude macht für Kunden erst um 8 Uhr auf.

Herwig Schröder informierte auch den Bürgermeister per Whatsapp. Pierre Gilgenast sagte dazu: "Ich habe mich dann sofort auf den Weg zum Rathaus gemacht." Die Mitarbeiter des neuen Rathauses von Rendsburg kamen während der Durchsuchung im historischen Rathaus in der Innenstadt unter. 

Pierre Gilgenast: Erinnerungen werden wach

Für Gilgenast wurden mit der Benachrichtigung Erinnerungen an den 12. Dezember 1991 wach. An dem Tag gab es ein Attentat auf zwei Mitarbeiter des Abwasserzweckverbands in Westerrönfeld. Ein Landwirt aus Fockbek, der aus Wut die zwei Beamten erschossen hatte, fuhr daraufhin mit seinem Auto, das mit Sprengstoff beladen war, gegen das Rathaus in Fockbek. Danach erschoss er sich selbst.

Pierre Gilgenast: "Solche Gedanken sind sofort wieder da." Zu dem Zeitpunkt war der Politiker stellvertretender Bürgermeister in Fockbeck. Auch damals fuhr er unmittelbar zum Rathaus. Eines der Opfer war der Fockbeker Bürgermeister Horst Schadwinkel.

Ein Kunde fuhr unter dem Flatterband hindurch

Ein Kunde nahm nach KN-Informationen die Sperrung nicht ernst. Er duckte sich beim Fahrradfahren und fuhr mit seinem Rad unter dem Flatterband der Polizei durch. Auf der zum Haupteingang führenden Rampe wurde er dann von einem Polizeibeamten gestoppt und zurückgeholt.

Auch in anderen Städten sind in der Nacht Bombendrohungen eingegangen. Unter anderem in Göttingen. Skurriler Zufall: In dieser Stadt studiert die Tochter von Stadtkämmerer Herwig Schröder. Und die habe erst einmal bei ihrem Vater nachgefragt, was in Rendsburg los sei. 

Mehrere Bombendrohungen in Schleswig-Holstein

In den vergangenen Monaten hatten mehrfach Bombendrohungen die Einsatzkräfte in Schleswig-Holstein auf Trab gehalten. Erst am Montag war nach einer Bombendrohung der Bahnhof Pinneberg kurzzeitig gesperrt worden, eine Woche zuvor hatte es das Flensburger Rathaus getroffen.

Zuvor hatte es unter anderem Drohungen gegen die vier Landgerichte und eine Marktpassage in Heide (Kreis Dithmarschen) ein. Auch der Lübecker Hauptbahnhof war betroffen. Bei keinem der Vorfälle waren später verdächtige Gegenstände gefunden worden.

Viehtransporte in weit entfernte Länder starten wieder vom Kreis Rendsburg-Eckernförde aus. Ihr liege ein Antrag für eine Fahrt nach Marokko über eine Zwischenstation in Niedersachsen vor, sagte Kreis-Veterinärin Manuela Freitag am Dienstag. Sie müsse ein sogenanntes Vorlaufattest ausstellen.

Hans-Jürgen Jensen 26.03.2019

Der Kreis Rendsburg-Eckernförde will Tiertransporte in weit entfernte Länder außerhalb der EU wie Kasachstan, Algerien, den Nahen Osten und die Türkei eindämmen. Er wolle die rechtlichen Grenzen ausloten, erklärte Landrat Rolf-Oliver Schwemer im Kreistag. Die Politiker unterstützen ihn geschlossen.

Hans-Jürgen Jensen 25.03.2019

"Die Resonanz ist sehr gut", freut sich Heiko Wisser, der 1. Vorsitzende des TuS Jevenstedt, über das Feedback zum neu eingerichteten Fanshop des Vereins und erklärt: "Das Projekt war als Geschenk für unsere Mitglieder und Fans zum 100. Vereinsjubiläum in diesem Jahr gedacht."

25.03.2019