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Rendsburg Bürgermeister will stärkere Bekämpfung
Lokales Rendsburg Bürgermeister will stärkere Bekämpfung
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07:31 08.02.2020
Von Sven Tietgen
Bernd Jamrath bestückt seine selbst gefertigte Köderbox im Schuppen regelmäßig mit Rattengift-Happen. Quelle: Sven Tietgen
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Ressdorf

In seinem Schuppen hat Bernd Jamrath ein PVC-Rohr als Köderbox für Ratten umfunktioniert. Regelmäßig bestückt der Bürgermeister von Reesdorf das Kunststoffrohr mit Rattengift. Für Nachschub ist gesorgt – in einem Bordesholmer Baumarkt hat er einen Drei-Kilo-Eimer mit den für die Nager tödlichen Happen gekauft. Die Tiere wurden zuletzt häufig im Dorf gesehen. „Mitten am Tag rannten die Ratten über die Dorfstraße“, berichtete der Gemeindechef.

Bürgermeister fordert Ausweitung der Rattenbekämpfung

Dabei wurden mehrere der unerwünschten Nagetiere von Autos überfahren, berichtete Jamrath. Die Kadaver wanderten anschließend in die Restmülltonne – ganz nach Vorschrift, wie der Bürgermeister bei der Amtsverwaltung Bordesholm erfuhr. Dort erwirkte er eine Verordnung: Bis zum 23. Februar müssen alle Eigentümer oder Pächter von Grundstücken in Reesdorf Rattenköder auslegen. Kontrollen sind möglich, wer keine oder falsche Köder auslegt, kann mit einem Bußgeld bestraft werden.

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Aus Sicht von Jamrath müsste aber auch in den anderen Orten die Rattenbekämpfung angeordnet werden. „Wenn sich die Ratten bei uns satt gefressen haben, ziehen sie doch zum nächsten Dorf weiter“, sagte der 68-jährige Reesdorfer. Eine amtsweite und regelmäßige Rattenbekämpfung in allen 14 Gemeinden kommt für Amtsdirektorin Anja Kühl aber nicht infrage. Wie in den vergangenen Jahren will das Amt Bordesholm ausschließlich anlassbezogen agieren. Zuletzt wurden vor einem Jahr die Sörener für die dreiwöchige Kampagne verpflichtet. „Die Bürgermeister kennen sich vor Ort aus und werden sich bei Bedarf an uns wenden“, erklärte die Amtsverwaltungschefin.
In Bordesholm wurden in den vergangenen Jahren nur vereinzelt Sichtungen im Rathaus gemeldet. Aktiv wird das Ordnungsamt aber erst dann, wenn sich die Anrufe aus einem Viertel häufen. „Wir sind auf Meldungen angewiesen, sonst können wir nichts machen“, betonte Ordnungsamtsmitarbeiter Tim Reimer.
Informationen rund um die Rattenbekämpfung gibt es in der Amtsverwaltung unter Tel. 04322/695-130.

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