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Rendsburg 46 Millisekunden Zeit zum Lesen
Lokales Rendsburg 46 Millisekunden Zeit zum Lesen
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15:28 29.09.2019
Von Beate König
Hannes Deutschmann (11) brachte einen Roboter auf eine selbstgemalte Strecke, über Farbstriche wurden Befehle vermittelt. Quelle: Beate König
Rendsburg

Nach den Erfahrungen von 2017 waren die Vorträge und Workshops der Nacht der Wissenschaft auf fünf Institutionen im Rendsburger Stadtzentrum konzentriert worden, berichtete Thomas Ehlert von der Kiel Region.  Der Abend unter dem Motto „Wisssenschaft zum Anfassen“ war nach den Erfahrungen aus dam Jahr 2017 konzipiert worden. Damals hatte ein Unfall im Kanaltunnel 2017 die Fachhochschule in Osterrönfeld nur schwer erreichbar gemacht. Sie stellte jetzt ihr Angebot im Niederen Arsenal vor. Mit der Resonanz von gut 2000 Gästen, die 47 Stationen an fünf Standorten besuchten, war Thomas Ehlert zufrieden. 2021 ist die nächste Lange Nacht in Rendsburg, Preetz, Plön , Kiel und Eckernförde geplant.

Forschungswerkstatt setzte Roboter in der Stadtbücherei ein

Auf dem Fußboden der Stadtbücherei lockten programmierbare Roboter Kinder und Jugendliche an. Bei einem Angebot von Studenten der Kieler Forschungswerkstatt konnten Kinder schön verzierte Großbuchstaben aus alten Handschriften mit Pinsel, Gänsefedern und Goldfarbe abmalen. Für die Studenten waren die Pinselschwinger Studienobjekte, an denen sie den richtigen pädagogischen Umgang mit Schülern üben konnten.

Doktorandin der Muthesius Hochschule entwickelt Schrift „Legilux“ 

Bei Doktorandin Antonia Cornelius (30) von der Muthesius Hochschule konnten Standbesucher Teil ihrer Studie über die Leserlichkeit von Buchstaben einer von ihr entwickelten Schrifttype werden. Im Niederen Arsenal hatte Antonia Cornelius hinter einem Monitor ihr Versuchslabor eingerichtet: Für 46 Millisekunden leuchtete in einem Monitor ein Buchstabe in einem Raster auf, den Probanden benennen sollten. Die Ergebnisse der Studie fließen in die Gestaltung der von Antonia Cornelius entwickelten Schrift „Legilux“ ein, die sie Verlagen anbieten will.

Hannes Deutschmann (11) war am Stand des Instituts für Pädagogik der Naturwissenschaften (IPN) von Robotern fasziniert, die über farbige Filzstiftstriche auf Papier gelenkt, gedreht und beschleunigt werden konnten. Dank unterschiedlicher Farbkombinationen in der mit einem schwarzen Strich vom Elfjährigen vorgegebenen Route rollte der Ei-Roboter rückwärts, schnell oder langsam. Schönes Gimmick: Der mit blauen Blinkdioden ausgestattete Roboter quietschte und knarzte beim Auslesen der Route wie R2D2 aus „Star Wars“.

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Rendsburg Nortorf: Bürgerentscheid "Nur für ein Schallplattenmuseum"

Nortorf hat das Kesselhaus vor wenigen Jahren für 67.000 Euro gekauft. Die Stadt darf mit dem Gebäude aber nicht machen, was sie will. Bis zum 31. Dezember 2020 muss ein Schallplattenmuseum eingerichtet werden, sagt Bürgermeister Torben Ackermann. Sonst muss die Stadt das Kesselhaus zurückgeben.

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Auf Nortorf kommt der erste Bürgerentscheid in seiner Geschichte zu. EU-Bürger und Nortorfer über 16 Jahren dürfen abstimmen, sofern sie in der Stadt wohnen. Es gelten die gleichen Regeln wie bei einer Kommunalwahl. Wann gilt der Entscheid als gewonnen, wann als verloren?

Hans-Jürgen Jensen 29.09.2019

Der Umzug des Schallplattenmuseums ins Kesselhaus ist finanzierbar, sagt Nortorfs Bürgermeister Torben Ackermann im Interview mit KN-online. Bei einer Niederlage beim Bürgerentscheid beginne die Diskussion über die Zukunft des Museums von vorne. Er werde sich mit den Gegnern zusammensetzen.

Hans-Jürgen Jensen 29.09.2019