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Rendsburg Zwölf Millionen für die Schulen im Kreis Rendsburg-Eckernförde
Lokales Rendsburg Zwölf Millionen für die Schulen im Kreis Rendsburg-Eckernförde
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09:47 27.09.2019
Von Hans-Jürgen Jensen
Die Schulen im Kreis Rendsburg-Eckernförde erhalten zwölf Millionen Euro für die Digitalisierung. Eine Möglichkeit für Investitionen: Laptops im Unterricht. Quelle: Friso Gentsch/dpa (Symbolbild)
Rendsburg

Es geht um Netzwerke, W-LAN, digitale Tafeln, Computer, Tablets für den Unterricht. Aus dem sogenannten Digitalpakt des Bundes schleust das Land Schleswig-Holstein an den Kreis Rendsburg-Eckernförde zwölf Millionen Euro. Dieser verteilt das Geld an die einzelnen Schulträger, etwa die Städte Rendsburg und Eckernförde sowie Schulverbände wie Gettorf und Umgebung, Amt Eiderkanal, Bordesholm und Osdorf/Felm/Noer. Insgesamt listet der Kreis Rendsburg-Eckernförde in einer Tabelle 32 Empfänger auf.

Schulnote Fünf für Digitalisierung in der Schule Neuwerk

Das Geld scheint dringend nötig zu sein. Zum Beispiel für die Grundschule Neuwerk in Rendsburg. Zwar sagt Schulleiterin Renate Flindt: "Wir verfügen über W-LAN in allen Klassenräumen und haben zwei Notebookwagen mit je 15 Schülernotebooks. Das ist prima, darüber freuen wir uns sehr." Damit es auch schon getan. "Ansonsten würden wir unsere Ausstattung mit der Note Fünf bezeichnen."

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Was steht auf der Wunschliste? Renate Flindt: "Uns fehlen insbesondere eine geeignete Präsentationsfläche sowie der dazugehörige Beamer, Lautsprecher in jedem Unterrichtsraum sowie der dazugehörige Klassen-PC oder Klassennotebook. Ebenso fehlt uns täglich in jeder Stunde eine Dokumentenkamera. Auch diese wollen wir in jedem Unterrichtsraum vorhalten können. Damit sich jede Lehrkraft gut für den Unterricht vorbereiten kann, benötigen wir für jede Lehrkraft ein Notebook." Das Geld aus dem Digitalpakt könnte knapp werden, fürchtet die Schulleiterin.

Zwei Minus für das Berufsbildungszentrum am Nord-Ostsee-Kanal

Besser sieht Marc-Olaf Begemann das Berufsbildungszentrum (BBZ) am Nord-Ostsee-Kanal aufgestellt. Eine Zwei Minus gibt der Schulleiter seinem Haus. "Insbesondere durch das Sonderprogramm Digitalisierung des Kreises Rendsburg-Eckernförde konnte das BBZ am Nord Ostsee Kanal in den vergangenen Jahren eine Vielzahl von Investitionen tätigen, um der Digitalisierung in Lebens- und Berufswelt gerecht zu werden."

Was das heißt? "In fast allen Schulungsräumen und Gebäudeteilen ist das Internet per W-LAN oder Lan erreichbar. Außerdem sind Präsentationsmöglichkeiten wie Beamer oder interaktive Smartboards vorhanden. In den Fachräumen befinden sich moderne elektronische und digitale Lehrmittel."

Auch Begemann hat eine Wunschliste: Für weiterhin guten Unterricht "ist es notwendig, dass wir uns im Bereich IT professionalisieren. Dazu ist es notwendig, die Netzverfügbarkeit, Arbeitsgeschwindigkeiten und Sicherheit langfristig durch neue Server und moderne Netzwerke zu stabilisieren." Zusätzlich sollten alle Lehrer und Schüler einen individuellen Zugang ins Internet mit entsprechend gesichertem Speicherplatz erhalten.

Träger müssen Anträge für das Digitalpakt-Geld stellen

Pauschal bekommen die Schulträger das Geld nicht überwiesen, erklärt Andreas Götz vom Kreis-Schulamt. Sie müssen Anträge stellen. Aber sie dürfen nach seinen Worten die Geräte und Leitungen vorher kaufen, was ungewöhnlich ist. 15 Prozent der Kosten müssten die Schulträger selbst tragen, den Rest gebe es aus dem Digitalpakt. Die Gesamtsumme von gut zwölf Millionen Euro werde über einen Zeitraum von fünf Jahren ausgeschüttet.

1,6 Millionen aus dem Digitalpakt für Rendsburg

Das Geld für die einzelnen Schulträger richtet sich "grundsätzlich nach der Anzahl der Schülerinnen und Schülern", die seine Schulen besuchen, sagt der zuständige Fachdienstleiter Marco Röschmann aus der Kreisverwaltung. So kann etwa die Stadt Rendsburg 1,6 Millionen Euro für ihre Schulen erwarten, die Stadt Eckernförde knapp 1,2 Millionen, der Schulverband Nortorf 650.000 Euro und die Gemeinde Altenholz 620.000 Euro. Den größten Anteil behält voraussichtlich der Kreis mit 2,7 Millionen Euro.

Denn der Kreis ist Träger der beiden großen Berufsbildungszentren BBZ am Nord-Ostsee-Kanal und BBZ Rendsburg-Eckernförde sowie der Förderschulen Am Noor in Eckernförde, Hochfeld in Rendsburg und An den Eichen in Nortorf sowie der Albert-Schweitzer-Schule Sundsacker in Winnemark und der Sternschule in Rendsburg.

Entscheidend ist die Zahl der Schüler

Die Berufsschulen bekommen rund 380 Euro pro Schüler, die allgemeinbildenden Schulen erhalten 360 Euro pro Kopf, erklärt Röschmann. Auch kleine Schulen sollen ausreichend Geld bekommen. Daher ist ein Mindestbetrag von 45.000 Euro pro Schulträger vorgesehen. Von diesem Deckel profitieren Alt Duvenstedt, Aukrug, Rieseby und das Amt Schlei-Ostsee. Eine Sonderregelung gibt es für die Förderschulen Noor, Hochfeld, Eichen und Sundsacker. Sie können den Angaben zufolge mit einem auf jeweils 90.000 Euro verdoppelten Betrag aus dem Digitalpakt rechnen.

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