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Rendsburg Bald endet die Amnestie
Lokales Rendsburg Bald endet die Amnestie
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16:02 31.05.2018
Von Hans-Jürgen Jensen
Auch diesen Revolver verwahrt der Kreis in seiner Waffenkammer. Quelle: Hans-Jürgen Jensen
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Rendsburg

Ob ein lange verheimlichter Dachbodenfund, der Nachlass des längst verstorbenen Opas oder gar ein Kauf unterm Ladentisch: Wer eine illegale Waffe hat, macht sich strafbar. Meist gibt es keinen legalen Weg, die Pistole oder das Gewehr wieder loszuwerden.

Die Amnestie läuft aus

Es sei denn, es gibt eine Amnestie. Eine solche läuft am 1. Juli aus. Bis dahin können bundesweit Besitzer illegaler Waffen und Munition diese bei Waffenbehörden oder der Polizei abgeben. Grundlage dafür ist das Waffengesetz.

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Kein Run

Einen Run von Besitzern illegaler Waffen, die ihre nicht registrierten Gewehre, Pistolen und Revolver noch schnell los werden wollen, erlebt die Kreis-Waffenbehörde derzeit nicht.

Lediglich eine "leichte Steigerung gegenüber den Vormonaten" gebe es, sagte ihre Leiterin Barbara Rennekamp am Donnerstag.

28 illegale Waffen abgegeben

Seit Inkrafttreten der Amnestie im Sommer vergangenen Jahres haben Bürger nach einer Statistik des Kreises nur 28 nicht registrierte Waffen abgegeben. Immerhin zwölf mehr als im gleichen Zeitraum davor.

Anders sieht es bei Munition aus. Da wurden seit Inkrafttreten der Amnestie der Statistik zufolge 700 illegal gehortete Patronen beim Kreis abgegeben. Im Vergleichszeitraum davor keine einzige.

"Noch ein Monat Zeit"

Barbara Rennekamp appelliert an die Besitzer nicht registrierter Waffen, sich zu melden: "Es ist noch ein Monat Zeit." Die richtige Adresse sei die Waffenbehörde im Kreishaus an der Kaiserstraße in Rendsburg.

Dort nimmt Simon Lehnert Pistolen, Revolver, Gewehre und Patronen entgegen: "Die Waffen sollten schon hier abgegeben werden und nicht selbst entsorgt werden. Dafür ist die Amnestie ja da."

Frank Scheer 31.05.2018
Torsten Müller 30.05.2018