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Rendsburg Rendsburgs Festungszeit lebt auf
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14:24 10.02.2020
Von Hans-Jürgen Jensen
Fielmann sei Dank: Der Brillenhersteller finanzierte die Restaurierung von drei Gemälden aus dem 19. Jahrhundert für das Historische Museum Rendsburg. Fielmann-Kunsthistoriker Jürgen Ostwald (von links), Filialleiter Dirk Ginters und Museumschef Martin Westphal präsentieren die Werke. Quelle: Hans-Jürgen Jensen
Rendsburg

Vertreter der Fielmann AG und Museumsleiter Martin Westphal präsentierte die aufgehellten, gereinigten und neu gerahmten Bilder aus Rendsburgs Geschichte als dänische Garnison an diesem Montag den Medien. Mit diesen Werken "kann man Besucher in diese Zeit versetzen", erklärte der Historiker Westphal.

Soldaten, Bürger, Kriegsgefangene

Denn sie bilden Alltagsleben aus dem 19. Jahrhundert ab. Im Gegensatz zu anderen Zeichnungen zeigen sie Menschen - Soldaten, Bürger, Kriegsgefangene. Das macht die drei Bilder so wertvoll. Der Malermeister Christian Johannsen hat sie gezeichnet.

Wertvolle Dokumente fürs Historische Museum

Der 1837 geborene Handwerker lebte in der Rendsburger Lilienstraße. Er zeichnete akribisch genau, was er sah und was ihm Zeitzeugen erzählten, sagt Westphal. So entstanden historische Dokumente aus dem 19. Jahrhundert. "Die Bedeutung kann man nicht hoch genug einschätzen. Wir haben keine Fotos aus der der Zeit."

Das Historische Museum öffnet wieder im Juni

Neun Bilder von Johannsen zeigte das Museum bis zu seiner vorübergehenden Schließung im November 2019. Bis zur Wiedereröffnung im Juni 2020 will das Haus alle Johannsen-Werke restaurieren lassen.

Fielmann bezahlte 5.000 Euro

Die Aufarbeitung der an diesem Montag übergebenen Bilder vom Laboratorium, dem Neuwerker Königstor im 13 Meter hohen Wall und dem Gebiet vor der Festung bezahlte die Fielmann AG mit rund 5.000 Euro. Aus dem eigenen Budget könne das Museum solche Vorhaben "nicht stemmen", erklärte Westphal. Er sei dankbar für die Hilfe.

Nach der Wiedereröffnung sollen die Johannsen-Bilder in der stadtgeschichtlichen Abteilung im Obergeschoss des Historischen Museums zur Stadt- und Kanalgeschichte hängen, kündigte dessen Leiter an.

Rendsburg lässt das Historische Museum modernisieren.

Das Historische Museum im Kulturzentrum Hohes Arsenal in der Nähe des Paradeplatzes ist zurzeit für Besucher geschlossen. Die Stadt lässt es von Grund auf modernisieren.

Nach der Wiedereröffnung plane er eine eigene Unterabteilung zum sogenannten Laboratorium, das in der Nähe der heutigen Herderschule stand, erklärte Westphal.

Rendsburgs größte Katastrophe

Dessen Explosion mit mehr als 100 Toten im Jahr 1850 gilt bis heute als größte Katastrophe der Stadt. Kanonenkugeln aus dem Lager flogen weit umher. Noch heute findet der Umwelt- und Technikhof Kugeln in der Erde und übergibt sie dem Historischen Museum.

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