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Rendsburg Neubau der Schwebefähre verzögert sich
Lokales Rendsburg Neubau der Schwebefähre verzögert sich
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16:27 04.11.2019
Von Hans-Jürgen Jensen
So soll die neue Schwebefähre für Rendsburg aussehen. Quelle: WSA Kiel-Holtenau
Rendsburg

Zuletzt hatte es Zweifel am Zeitplan gegeben. Doch die zerstreute das zuständige Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) im September nach einem Ortstermin mit der bayerischen Firma. Es gebe "derzeit keine Hinweise", dass der Zeitplan platzt, sagte WSA-Sprecher Matthias Visser im September.

Neue Schwebefähre soll elf Millionen Euro kosten

Schon damals hielt die bayerische Firma ursprünglich angekündigte Arbeitsschritte nicht ein. So sollten bereits vor wenigen Wochen erste Stahlbauteile fertig sein und per Lkw zu einer Firmenfiliale nach Bremen transportiert werden. Daraus wurde nichts.

Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt hatte die Firma Hermann GmbH Maschinenbautechnologie in Weiden in der Oberpfalz im Dezember 2018 mit dem Bau der neuen Schwebefähre für rund elf Millionen Euro beauftragt.

125 Jahre Nord-Ostsee-Kanal

Die Behörde hatte nach eigenen Angaben Mitte 2020 als Fertigstellungstermin vertraglich vereinbart. Damit hätte die neue Schwebefähre zum 125-jährigen Jubiläum des Nord-Ostsee-Kanals fahren können. Der Termin ist am 21. Juni 2020. Die Schwebefähre fährt dann noch nicht.

Die Firma habe in den vergangenen Monaten "Detail- und Ausführungspläne erstellt und dem WSA zur Prüfung vorgelegt", sagte WSA-Sprecher Matthias Visser am Montag auf Anfrage dieser Zeitung. Die "Prüfung und Anpassung" der Unterlagen dauere noch an. Der Bau habe noch nicht begonnen.

Der Neubau der Schwebefähre werde voraussichtlich nicht teurer, sagte Visser. Eine Vertragsstrafe sei nach dem Vergaberecht nur in wenigen Ausnahmen möglich. Etwa dann, wenn ein Schaden entstanden sei. Was in dem Fall nicht zutreffe, da der Fußgängertunnel als Ersatz zur Verfügung stehe. Eine Strafe sei auch nicht sinnvoll, weil "wir eine Firma haben, der wir vertrauen".

"Neue Schwebefähre ist Einzelstück"

Die Behörde wolle, dass alle Einzelheiten der neuen Schwebefähre "im Detail optimal durchgeplant" sind, bevor der Bau beginnt. Dabei gehe "Qualität vor Schnelligkeit". Die neue Fähre solle "sicher und komfortabel sein", versichert Visser. "Und sie soll stets verlässlich funktionieren."

Die neue Schwebefähre sei ein Einzelstück und müsse "allen heutigen Gesetzen und Normen entsprechen". So habe es beim Bau der alten Schwebefähre von 1913 noch keine Din-Normen gegeben.

Die Abstimmung der Konstruktionspläne zwischen der Firma und der Kanalbehörde sei "komplizierter und zeitintensiver als gedacht", sagte Visser. Da stecke "der Teufel im Detail. Das haben wir unterschätzt. Eine Schwebefähre zu bauen, ist eine komplizierte Aufgabe. Es gibt keine Blaupause."

Es sei das "gemeinsame Ziel" des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts sowie der bayerischen Firma Hermann, "die Schwebefähre im Jahr 2020 in Betrieb zu nehmen". Visser sprach vom Herbst. Einen genauen Termin wollte er nicht nennen.

Unterdessen laufen die Arbeiten auf der Rendsburger Eisenbahnhochbrücke den Angaben zufolge nach Plan. Dort lässt das WSA in 42 Metern Höhe neue Schienen samt Unterkonstruktion für den Antriebswagen der Schwebefähre verlegen. Eine Büdelsdorfer Firma erhielt den Auftrag. Inzwischen seien alle Schienenträger montiert. Als nächstes würden die Schienen verlegt.

Wrack der Schwebefähre rostet

Seit Anfang 2016 pendelt die Schwebefähre nicht mehr zwischen Rendsburg und Osterrönfeld über den Nord-Ostsee-Kanal. Nach einem dramatischen Zusammenstoß mit einem Frachter blieb sie mit Totalschaden liegen. Wenige Wochen später brachte ein Schwimmponton das Wrack auf den Bauhof des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts an der Rendsburger Blenkinsopstraße. Seitdem liegt die zerstörte Schwebefähre dort und rostet vor sich hin.

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