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Rendsburg Fielmann AG schenkt Museum alte Karten
Lokales Rendsburg Fielmann AG schenkt Museum alte Karten
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14:08 20.07.2018
Von Hans-Jürgen Jensen
Besonders wertvoll ist die größte Zeichnung des alten Eiderkanals. Quelle: Hans-Jürgen Jensen
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Rendsburg

Jürgen Ostwald hat die Karten bei einer Hamburger Auktion entdeckt. Der Kunsthistoriker in Diensten der Fielmann AG gilt als Jäger verlorener Schätze. Wenn er etwas entdeckt, ruft er bei Museen an, die aus seiner Sicht interessiert sein könnten. Schon oft hat er dem Rendsburger Museum geholfen.

"Interesse? Ja oder nein?"

"Die Anrufe von Jürgen Ostwald sind legendär", sagt Martin Westphal, Leiter des Historischen Museums in Rendsburg. Der Kunsthistoriker meldet sich in der Regel per Handy aus Auktionen, beschreibt kurz das Objekt und fragt: "Interesse? Ja oder nein?" Westphal: "Dann brüllt man: Ja."

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Als Geschenk

"Vor einigen Jahren" habe er die Karten bei einer Auktion in Hamburg entdeckt, sagt Ostwald. Er habe sie "für eine höhere vierstellige Summe" ersteigert. Am Freitag übergab Ingo Flemming, der Leiter der Rendsburger Fielmann-Filiale, die Karten dem Historischen Museum im Kulturzentrum Hohes Arsenal - als Geschenk.

Erstmals in Kiel zu sehen

Dort bleiben die Karten zunächst unter Verschluss. Erstmals zu sehen sind sie in der Landesbibliothek in Kiel. Ihr Direktor Dr. Jens Ahlers plant im Februar und März nächsten Jahres eine Ausstellung über die Geschichte des Eiderkanals. Das Historischen Museum in Rendsburg will die Pläne nach seiner Modernisierung zeigen - voraussichtlich ab 2020.

Die Fielmann AG schenkte dem Historischen Museum in Rendsburg vier Pläne aus dem  18. Jahrhundert.
20.07.2018
Hans-Jürgen Jensen 19.07.2018