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Rendsburg Im Tiefflug durch den Kanaltunnel
Lokales Rendsburg Im Tiefflug durch den Kanaltunnel
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15:07 06.04.2017
Von Hans-Jürgen Jensen
Der Fotograf Jörg Wohlfromm macht seine Drohne klar für den Flug durch den Kanaltunnel. Quelle: Hans-Jürgen Jensen
Rendsburg

"Wie in einem Bergwerk": So beschreibt Wohlfromm die Bilder aus der alten Weströhre. Gelblicher Staub hängt in der Luft. Die Kamera fliegt an Baumaschinen und großen Stahlcontainern vorbei. Arbeiter kratzen mit Schippen abgestrahlte Betonreste vom Boden. In den Wänden klaffen große Löcher, Stahlgitter liegen frei. In der neuen Oströhre sind Reinigungswagen unterwegs.

Immer auf Sichtkontakt

Aus zweieinhalb Stunden Material hat Wohlfromm einen fast zweieinhalb Minuten langen Film zusammengeschnitten. Die Drohne ließ er in mehreren Etappen durch die Röhren fliegen. Denn immer musste er Sichtkontakt zum Flieger halten - aus Sicherheitsgründen.

Und er brauchte Fingerspitzengefühl, um stabile Bilder zu liefern. Denn im Tunnel gleicht kein GPS-System Flugschwankungen aus. Dazu liegen Staubwolken über der Baustelle, die die Drohne als Hindernisse erkennt.

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