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Rendsburg Kreis sieht sich geschädigt
Lokales Rendsburg Kreis sieht sich geschädigt
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18:21 27.08.2018
Von Hans-Jürgen Jensen
Drei Ordner füllt der Streit mit dem Lkw-Kartell bei dem Kreis-Beamten Andreas Brück. Quelle: Hans-Jürgen Jensen
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Rendsburg

Auf dem Tisch des Kreis-Beamten Andreas Brück türmen sich drei volle Aktenordner. "Kartellrechtliches Verfahren gegen Lkw-Hersteller" steht auf den Aufklebern. Die Ordner umfassen Schriftverkehr mit Anwälten, Unterlagen für Fahrzeuge, Stellungnahmen des Landkreistags, Gutachten.

Kartellstrafe in Milliarden-Höhe

Es geht um ein Lkw-Kartell, bei dem die großen Hersteller zwischen 1997 und 2011 durch Absprachen zu hohe Preise für Müll- und Feuerwehrfahrzeuge erzielt haben sollen. Die EU-Kommission verhängte 2016 Kartellstrafen in Milliarden-Höhe. Der Kreis Plön fühlt sich um 100.000 Euro geschädigt und bereitet sich auf einen Rechtsstreit vor.

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Vier Fahrzeuge von MAN und Iveco

Ganz so weit sind sie beim Kreis Rendsburg-Eckernförde noch nicht. Akribisch genau ist in den drei Akten aufgeschlüsselt: Vier Fahrzeuge der Hersteller MAN und Iveco hat der Kreis zu mutmaßlich überhöhten Preisen angeschafft. Teuerstes Stück ist ein Gerätewagen zum Preis von rund 98.000 Euro, der in der Garage des Löschzugs Gefahrengut in der Graf-von-Stauffenberg-Straße in Rendsburg steht.

Bilanz im Oktober

Zurzeit lase der Kreis von einem Berliner Anwaltsbüro prüfen, ob eine außergerichtliche Einigung möglich ist. Der Kreis sehe sich um 8.600 bis 14.000 Euro geschädigt. Im Oktober wolle der Kreis bilanzieren, ob eine Einigung mit den Firmen möglich ist.

Torsten Müller 27.08.2018
27.08.2018
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