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Rendsburg Viele Gefühle bei Streit um Neue Heimat
Lokales Rendsburg Viele Gefühle bei Streit um Neue Heimat
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13:03 25.01.2018
Von Hans-Jürgen Jensen
Die Neue Heimat in der Schleswiger Chaussee ist das einzige städtische Pflegeheim in Rendsburg. Quelle: Jörg Wohlfromm
Rendsburg

Die Mehrheit der Ratsversammlung strebt die Teilprivatisierung der Seniorenwohnanlage Neue Heimat in der Schleswiger Chaussee in Rendsburg an. Sie will mit der „Brücke“ zusammenarbeiten und einen Managementvertrag mit dieser abschließen. Gegen die entsprechenden Beschlüsse der Ratsversammlung wehren sich Bewohner und Angestellte der Neuen Heimat, sie haben den ersten Bürgerentscheid in der Stadt Rendsburg durchgesetzt. Die 1994 gegründete „Brücke“ ist ein Netzwerk sozialer Initiativen, Projekte und Organisationen mit über 900 Mitarbeitern. Sie ist auch gemeinsam mit Büdelsdorf Betreiberin der Altenwohnanlage „Im Park“ in der Nachbarstadt.

"Die alte Dame hat es verdient"

„Wir wollen, dass die Neue Heimat auch weiterhin ausschließlich in der Trägerschaft der Stadt Rendsburg bleibt“, trommelte Susanne Reitel am Mittwochabend vom Podium des Rendsburger Bürgersaals. Sie ist Angestellte in der Altenwohnanlage und eine der Initiatorinnen des Bürgerentscheids. „Die Neue Heimat war von jeher eine soziale Einrichtung der Stadt.“ Sie gebe „den Schwächsten ein Zuhause“ und gehöre zur Daseinsvorsorge. Susanne Reitel warb für ein eigenes Konzept, das den Ausbau und die Modernisierung des Hauses vorsieht und einen Rückgang des hohen Defizits verspricht. „Lassen Sie uns die Neue Heimat in neuem Glanz erstrahlen. Die alte Dame hat es verdient.“

"Niemand will die Neue Heimat platt machen"

Die von der CDU angeführte Mehrheit in der Ratsversammlung sieht sich indes in die falsche Ecke gestellt. Sie wehrt sich gegen den Vorwurf, sie wolle die Neue Heimat abwickeln. CDU-Fraktionschef Thomas Krabbes: „Wir alle wollen, dass die Neue Heimat am Markt bleibt und aus den Schlagzeilen kommt. Niemand will die Neue Heimat platt machen. Wir wollen sie in eine sichere Zukunft führen.“ Es gehe darum, die den klammen städtischen Haushalt belastenden hohen jährlichen Verluste zu vermeiden. „Alleine schaffen wir das nicht“, warb der Politiker für den Einstieg der „Brücke“.

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