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Rendsburg Sprung ins digitale Zeitalter
Lokales Rendsburg Sprung ins digitale Zeitalter
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13:51 11.01.2019
Von Hans-Jürgen Jensen
Die Ausstellung ist auf dem Stand der 1990er Jahre stehen geblieben. Quelle: Hans-Jürgen Jensen
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Rendsburg

Vitrinen, Schautafeln, teils diffuses Licht: Das Historische Museum im Obergeschoss des Kulturzentrums Hohes Arsenal ist in die Jahre gekommen. Ein digitaler Wegweiser durch die Ausstellung? Fehlanzeige. Ein Lichtkonzept, das einzelne Schaustücke prominent hervorhebt, gibt es nicht.

"Die Präsentation ist 27 Jahre alt", sagt Martin Westphal, der Leiter des Historischen Museums. Jahrelang kämpfte er für eine Modernisierung seines Hauses – lange Zeit vergeblich.

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Baubeginn Anfang 2020

Nachdem die Ratsversammlung vor einem Jahr die Haushaltsmittel bewilligte, machte sich Westphal auf den Weg. Ein Büro für Musumsarchitektur ist beauftragt, im März soll es seine Entwürfe vorlegen, im August ist die Entscheidung über das neue Konzept vorgesehen.

Der Umbau soll Anfang 2020 beginnen, das Museum ist dann für ein halbes Jahr geschlossen. Schon heute steht fest: Die Abteilung "Lebensader Nord-Ostsee-Kanal" bleibt im Nordflügel des Hauses. 350 Jahren Garnisonsgeschichte widmet sich das Museum im Westflügel des Obergeschosses.

Video mit Havarie der Schwebefähre

Klingt vertraut. Aber die Rendsburger werden ihr Museum kaum wiedererkennen, so digital wird es mit projizierten Texten, digitalisierten Erklärstücken auf mehreren Ebenen, Filmen, Grafiken, Animationen. In der Kanalabteilung soll der Videoclip von der Kollision der Schwebefähre laufen.

Bis aufs Schlachtfeld

Die Schau zur Garnisonsgeschichte soll virtuell den Soldaten aus dem deutsch-dänischen Krieg in historischer Uniform auf mehreren Bildebenen zeigen bis hin zu Karten der Schlachtfelder.

Westphal gerät ins Schwärmen: "Das ist heutige Museumsarchitektur." Während die Kanalgeschichte passend zum Jubiläum im Juni 2020 öffnen soll, soll die Abteilung der Garnisonsgeschichte Ende 2020 für Besucher frei gegeben werden.

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