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Rendsburg Erst das Parkdeck, dann das Hotel
Lokales Rendsburg Erst das Parkdeck, dann das Hotel
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15:07 17.01.2020
Von Hans-Jürgen Jensen
Das Obereidergebiet liegt an Rand der Rendsburger Altstadt. Quelle: Hans-Jürgen Jensen
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Rendsburg

Nach dem Notartermin bei dem Rendsburger Juristen Markus Göldner nannten Investor Stefan Blau und Bürgermeister Pierre Gilgenast (SPD) am Freitag im Rathaus einen Zeitplan. Spätestens Mitte Oktober 2020 überweist Blau den Kaufpreis von gut zwei Millionen Euro an die Stadt Rendsburg. Er plane, das Geld früher zu zahlen, versicherte der Unternehmer vom Starnberger See in Oberbayern.

Baupflicht an der Obereider

Der Vertrag enthalte eine Verpflichtung, die rund 16.000 Quadratmeter zu bebauen. Noch in diesem Jahr wolle er mit dem Bau eines dreigeschossigen Parkdecks für rund 100 Autos zwischen Bahndamm und Denkerstraße beginnen, erklärte Blau. Vor 15 Jahren stand hier noch ein Parkdeck, das die Stadt im Zuge ihrer Obereiderplanung abreißen ließ.

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Elfgeschossiges Hotel mit 140 Betten

Spätestens am 31. März 2021 wolle er den Bauantrag für ein elfgeschossiges Hotel mit rund 140 Betten im Rendsburger Rathaus einreichen, sagte der Investor. Im kommenden Jahr werde er mit den Bauarbeiten beginnen. Er reche mit einer Bauzeit von mindestens eineinhalb Jahren. Er suche noch einen Betreiber für die Herberge. Es gebe mehrere Interessenten. Sobald er einen Partner gefunden habe, beginne er mit der Detailplanung für das Hotel.

Weitere Gebäude zwischen Bahndamm und Obereider sollen voraussichtlich nach dem Hotel entstehen, möglicherweise im Jahr 2022. Dort sind Gaststätten, Büros und eine Brauerei geplant.

Neues Quartier an der Obereider

Blau nannte eine Investitionssumme von insgesamt 35 bis 40 Millionen Euro. Das Vorhaben ist damit das größte Bauprojekt in der Stadt seit Jahrzehnten. An der Obereider entsteht ein neues Quartier, das das Stadtbild verändern wird. So konkurriert das neue Hotel beim Blick vom Büdelsdorfer Ufer mit der historischen Marienkirche. Denkmalschützer kritisierten das.

Mit der Unterschrift unter dem Kaufvertrag ist für Rendsburg eine rund 20-jährige Suche nach einem Investor beendet. Mehrere Interessenten sprangen in der Zeit ab. Im August 2015 präsentierte die Stadt Stefan Blau. Weil seitdem viel Zeit vergangen war, gab es immer wieder Zweifel.

Stefan Blau will weiter in Rendsburg investieren

"Ich habe nie ernsthaft an einen Ausstieg gedacht", versicherte Blau am Freitag und gab ein Bekenntnis für die Stadt ab: "Ich sage mit Begeisterung: Ich liebe Rendsburg. Sonst hätte ich das nie gemacht. Ich habe die Menschen hier schätzen gelernt."

Blau kündigte an, er wolle weiter in der Stadt investieren, wurde aber auf Nachfragen nicht konkret: "Ich will erst an der einen Stelle liefern, bevor ich über die anderen Dinge rede."

Obereider-Gedenkstein

Blau sei ein "verlässlicher und vertrauensvoller Partner", meinte Pierre Gilgenast: "Die Chemie stimmt", sagte der Bürgermeister und schloss den Oberbayern in seine Arme. In Gilgenasts Büro steht ein Gedenkstein, der an den Start des Obereidereiderprojekts mit dem ersten Spatenstich zum Umbau des benachbarten Schlossplatzes erinnert. Das Datum 16. Februar 2004 steht darauf. "Den habe ich hier als Mahnmal", sagte Gilgenast angesichts der langen Zeit.

Am Vorabend der Vertragsunterzeichnung tagten Bauausschuss und Ratsversammlung in getrennten Sitzungen im Historischen Rathaus und stimmten der Abmachung mit großer Mehrheit zu.

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