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Rendsburg Jeder zweite Patient ein Hitzeopfer
Lokales Rendsburg Jeder zweite Patient ein Hitzeopfer
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14:34 30.07.2018
Von Hans-Jürgen Jensen
Quelle: Hans-Jürgen Jensen
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Rendsburg

Der Zustand der alten Frau war alarmierend. Als sie in die Notaufnahme kam, war sie nicht ansprechbar, reagierte nicht. Verdacht auf Schlaganfall. Tatsächlich hatte die entkräftete Patientin nur zu wenig getrunken. Die Ärzte flößten ihr zwei Liter Wasser ein, dann ging es wieder aufwärts.

"Hitze wird unterschätzt"

"Die Wetterlage wird von vielen Menschen komplett unterschätzt", sagt Prof. Dr. Stephan Hellmig, Chefarzt der Inneren Abteilung der Imland-Klinik in Rendsburg. "Die Menschen freuen sich, dass Sommer ist und unterschätzen die Auswirkung der Hitze."

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Nicht auf Vorrat trinken

Der Mediziner rät: Drei bis dreieinhalb Liter Wasser oder Tee am Tag trinken. Möglichst ungesüßt. "Sonst bekommt man noch mehr Durst." Nicht möglichst große Mengen auf einmal trinken, das könne der Körper nicht verarbeiten. Finger weg von Alkohol.

Leicht verdauliche Speisen essen - Obst, Gemüse, Salate etwa. Lieber zu Putenfleisch statt Schnitzel mit Bratkartoffeln greifen.

Und: Sonne meiden, Schatten suchen. Patienten, die Mittel gegen Bluthochdruck nehmen, sollten ihren Hausarzt aufsuchen und um Rat fragen.

Konzentrationsprobleme, Schwindel

Wenn der Körper zu wenig Wasser bekommt, sendet er Warnsignale, die ernst zu nehmen sind, sagt der Mediziner und zählt auf: Konzentrationsprobleme, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl.

Hans-Jürgen Jensen 30.07.2018