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Rendsburg Jevenstedt hat eine Tafel
Lokales Rendsburg Jevenstedt hat eine Tafel
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17:04 12.04.2016
Von Malte Kühl
Das Team der neuen Tafel in Jevenstedt ist bereit für die ersten Besucher. Quelle: Malte Kühl
Jevenstedt

„Als ich 2012 die Stelle als Tafel-Koordinator übernommen habe, hätte ich nie gedacht, dass wir irgendwann in Jevenstedt eine Tafel eröffnen, aber die Zahlen sind so“, sagt Volker Siegling von der Rendsburger Tafel. Die neue Ausgabestelle soll nun viele Menschen bedienen, die bisher nach Osterrönfeld zur Tafel gefahren sind.

 In Jevenstedt haben wir eine leichte Zunahme an Tafel-Kunden, sagt Siegling. Das werde sich in den kommenden Monaten weiter steigern, wenn auch in den Dörfern südlich von Jevenstedt wie Luhnstedt, Brinjahe oder Staftstedt bekannt wird, dass es nun eine Tafel in den Räumen der Kirchengemeinde gibt. Auf dem Land gebe es den ein oder anderen Bedürftigen, Kerngebiet der Tafelarbeit seien die Städte, meint der Koordinator. Aber gerade in Jevenstedt gebe es viele Kinder unter den Menschen, die zur Tafel kommen. Etwa 50 Prozent, schätzt Volker Siegling.

 In dem kleinen Raum der Kirchengemeinde sind zahlreiche Kisten mit Gemüse, Brot und Aufschnitt gefüllt. Vor der Tür warten schon die ersten Familien und wollen sich mit Nahrungsmitteln versorgen. „Ich finde es gut, dass es hier keine abgepackten Pakete gibt, sondern die Menschen sich etwas aussuchen können“, sagt Pastor Jan Kempermann. „Es ist fast wie auf einem Markt.“

 Die Tafel in Jevenstedt ist mittlerweile die sechste Ausgabe, die im Wirtschaftsraum Rendsburg liegt, berichtet Ulrich Kaminski von der Diakonie Rendsburg-Eckernförde. Bis zu 1150 Menschen würden jede Woche mit Lebensmitteln versorgt. Diese Situation habe sich während der Flüchtlingskrise noch verschärft. Er freue sich, dass die Kooperation mit den evangelischen Kirchengemeinde Jevenstedt geklappt habe, meint Kaminski. Die Diakonie ist der Träger, die Kirchengemeinde stellt dabei die nötigen Räume zur Verfügung und übernimmt Fahrtkosten.

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