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Rendsburg Bauamt soll das Drama dokumentieren
Lokales Rendsburg Bauamt soll das Drama dokumentieren
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14:07 27.11.2019
Von Hans-Jürgen Jensen
Ehemalige Schaufenster sind verhängt und vernagelt: Der Laden in diesem Eckhaus in der Altstadt steht seit langem leer. Quelle: Hans-Jürgen Jensen
Rendsburg

Den Auftrag bekam die Verwaltung am Dienstagabend im Bauausschuss. Das geforderte Kataster soll die gesamte Altstadt umfassen sowie das angrenzende Neuwerk und auf früheren Erhebungen aufbauen. Es wäre ein erster Schritt.

Sondersitzung zum Verfall in der Altstadt

Und: Voraussichtlich in einer Sondersitzung Anfang 2020 soll sich der Bauausschuss nur mit dem Thema der Leerstände, verfallenden Gebäude und Baulücken in der Innenstadt befassen. Denn die Altstadt verfällt zusehends, obwohl sie Sanierungsgebiet ist beziehungsweise war.

Tansania-Initiative

Die Innenstadt-Initiative kam vom Tansania-Bündnis aus CDU, Grünen, FDP und SSW. Die Stadt müsse handeln, bevor die Bauaufsicht den Abriss von einsturzgefährdeten Gebäuden verfügt, forderte Gunnar Knabe (CDU). Seit Herbst 2018 ließ das Rathaus immer wieder alte Häuser räumen und abreißen, weil der Zusammenbruch drohte. Gegen unwillige Eigentümer, die ihre Häuser verfallen lassen, müsse die Stadt notfalls mit Zwangsmitteln vorgehen, erklärte Knabe.

Oder einfach nerven. Axel Bornhöft (CDU): "Ignorante Hauseigentümer sollen merken, dass wir sie nicht in Ruhe lassen." Die Stadtverwaltung müsse "endlich mit Haus- und Grundbesitzern kommen", forderte Klaus Schaffner (Grüne). Das müsse "Chefsache sein".

Das sei es schon, versicherte Bürgermeister Pierre Gilgenast (SPD) den Politikern: "Es ist eine laufendes Thema." Er habe schon "zahlreiche Einzelgespräche geführt", erklärte er. "Da sind wir mit Freude und Leidenschaft dran." Er sehe das als "wesentliche und wichtige Aufgabe".

"Häuser gehören niederländischen Fonds"

Ergebnisse? Es sei "kein lautes Thema", sagte Gilgenast. Es gehe um Fragen wie Umwandlung leerstehender Geschäftshäuser in Wohngebäude und um die Vermittlung günstiger Kredite. Darüber könne er nicht öffentlich reden.

Dazu sei die Kontaktaufnahme oft schwer. Unter den Hausbesitzern seien "überraschend viele Eigentümer, die in den Niederlanden als Fonds unterwegs sind".

"Endlich die Innenstadt beleben"

Das eigentliche Ziel formulierte Klaus Schaffner (Grüne): "Wir müssen endlich die Innenstadt beleben." Bevor auf Grünflächen am Stadtrand neue Wohngebäude entstünden, müssten Grundstückseigentümer Baulücken in der Innenstadt schließen. "Schlau, modern und zukunftsgerecht" müsse die Verdichtung in der Innenstadt sein, forderte Andreas Vollstedt (SSW): "Wir brauchen in der nächsten Zeit Leuchtturmprojekte."

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Das Rendsburger Bauamt soll das Drama dokumentieren.

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