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Rendsburg Neue Leiterin, neues Konzept
Lokales Rendsburg Neue Leiterin, neues Konzept
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18:39 27.03.2019
Von Hans-Jürgen Jensen
Ab 1. April ist sie die neue Leiterin des Jüdischen Museums in Rendsburg: Claudia Kuhn. Quelle: Hans-Jürgen Jensen
Rendsburg

Claudia Kuhn arbeitet seit Oktober 2016 in dem Museum in der Rendsburger Prinzessinstraße, erst als Volontärin, dann als wissenschaftliche Mitarbeiterin. Die 34 Jahre alte Historikerin löst Carsten Fleischhauer ab. Dieser übernahm Anfang 2015 die Leitung des Hauses.

Wohin die Reise geht, zeigt schon die aktuelle Ausstellung "Angezettelt" über rassistische und antisemitische Aufkleber bis in die heutige Zeit. Bisher beleuchtet das Museum in seiner Dauerausstellung dagegen nur die Zeit bis 1945. Mit dem Holocaust endet die Dokumentation im Gebäudeensemble der ehemaligen Rendsburger Synagoge und Talmud-Tora-Schule.

"Museum in die Zukunft führen"

Claus von Carnap-Bornheim, Leitender Direktor der Stiftung der Landesmuseen auf der Schleswiger Schlossinsel, kündigte am Mittwoch einen "programmatischen Umbruch" an. Es gehe darum, "wie man das Jüdische Museum in die Zukunft führt".

"Politische Bildung fördern"

"Wir haben einen politischen Auftrag", erklärte Kirsten Baumann, die Direktorin des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte. "Wir müssen die Demokratie stärken und zur politischen Bildung beitragen." Momentan "fehlt uns die aktuelle Forschung". Das soll sich mit dem neuen Konzept ändern.

Besucher sollen Fragen stellen

Dazu kommt nach den Worten von Kirsten Baumann: "Es gibt veränderte Sehgewohnheiten. Mit Tafeln kommen wir heute nicht mehr weit." So hängen in dem Haus zurzeit Schautafeln zu Themen wie "Die Bäder", "Die Synagogen" und "Jüdische Gemeinden und Grabstätten in Schleswig-Holstein".

Ein modernes Licht- und Farbkonzept soll das Museum attraktiver machen, Medienstationen sind geplant, sagt die neue Leiterin Claudia Kuhn. Das Museum wolle mit Besuchern ins Gespräch kommen. Diese sollen Fragen abgeben. "Wir schicken ihnen die Antworten nach Hause."

260.000 Euro von Stiftungen

Mitte 2022 soll der Umbau fertig sein, kündigt die Stiftung der Landesmuseen an, zu der das Jüdische Museum gehört. Bei den Kosten gehe es um eine "gut sechsstellige Gesamtsumme", erklärte Claus von Carnap-Bornheim, der Leitende Direktor der Stiftung. Jeweils 100.000 Euro geben die Reemtsma-Stiftung und die Zeit-Stiftung, beide aus Hamburg. Weitere 60.000 Euro kommen von der Friede-Springer-Stiftung aus Berlin.

Das Jüdische Museum in den Gebäuden der ehemaligen Synagoge und Talmud-Tora-Schule feierte Ende vergangenen Jahres sein 30-jähriges Bestehen.

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