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Rendsburg Eurocity nach Kopenhagen fährt durch
Lokales Rendsburg Eurocity nach Kopenhagen fährt durch
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21:18 09.12.2019
Von Hans-Jürgen Jensen
Kurz nach 10 Uhr startet der Regional-Express nach Flensburg im Rendsburger Bahnhof. Wer weiter nach Kopenhagen will, muss zweimal umsteigen und ist gegen 14.10 Uhr am Ziel. Quelle: Hans-Jürgen Jensen
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Rendsburg

Der Eurocity von Hamburg nach Kopenhagen fährt künftig nicht mehr über Fehmarn, sondern quer durch Schleswig-Holstein entlang der Autobahn A7 durch Neumünster, Rendsburg, Flensburg und Padborg. Grund für die geänderte Strecke ist der Bau der festen Fehmarnbelt-Querung.

"Rendsburg ideale Haltestelle für Eurocity"

Kein Halt in Schleswig-Holstein: "Das ist für uns Kunden unbefriedigend", sagt Karl-Peter Naumann, Pressesprecher des Fahrgastverbands Pro Bahn. Rendsburg sei die ideale Haltestelle auf der Strecke. Die Stadt sei der Knotenpunkt für Bahnverbindungen nach Kiel und Husum.

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Hauptproblem sei offenbar der Bereich Hamburg/Pinneberg/Elmshorn, wo Schienenwege fehlten. Das habe die Bahn lange vernachlässigt. "Das fällt uns jetzt auf die Füße." Dazu kämen eingleisige Abschnitte in Dänemark.

Pro Bahn-Sprecher Naumann: Bemüht Euch

Trotz dieser Engpässe sollte eine Haltestelle in Schleswig-Holstein möglich sein, meint Naumann. "Wenn die Züge pünktlich führen, sollte es möglich sein." Naumann fordert die Bahn zum Handeln auf: "Bemüht Euch, dass Ihr das irgendwie noch hinkriegt." Spätestens zum nächsten Fahrplanwechsel im Frühjahr.

Eine Haltestelle des Eurocity in Schleswig-Holstein "ist weiterhin in Prüfung", schreibt die Bahn in einer Pressemitteilung. Die Möglichkeiten seien wegen "der hohen Streckenauslastung auch durch Züge des Regional- und Güterverkehrs" jedoch "sehr begrenzt".

Die Bahn macht Hoffnung

Im August 2019 hatte Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis eine Haltestelle in Rendsburg oder Schleswig versprochen und erklärt, eine kurzfristige Entscheidung sei möglich. Auf Anfrage dieser Zeitung sagt der Sprecher jetzt: "Wir sind zuversichtlich, dass im Frühjahr 2020 eine Lösung realisiert werden kann."

Wer jetzt von Rendsburg nach Kopenhagen reisen will, muss mehrfach umsteigen und ist tagsüber nach rund vier Stunden am Ziel. Nachts dauert es länger.

So fährt um 10.01 Uhr ein Regional-Express nach Flensburg, von dort geht es weiter mit einem Intercity nach Fredericia und schließlich per Intercity Lyn nach Kopenhagen. Ankunft laut Fahrplan: 14.08 Uhr. In den Abendstunden oder nachts dauert die Reise rund fünfeinhalb beziehungsweise sechseinhalb Stunden. Mit dem ab 15. Dezember gültigen Winterfahrplan ändert sich daran wenig.

Wadephul: Die Bahn ist in der Pflicht

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Johann Wadephul bedauert den Verzicht auf eine Haltestelle in Schleswig-Holstein. Der dichte Bahnverkehr auf der Jütlandroute als Begründung sei "allenfalls auf dem Streckenabschnitt Hamburg-Neumünster nachvollziehbar".

Er werde "nicht locker lassen", verspricht der Politiker. Denn "als hundertprozentige Tochter des Bundes ist die Bahn auch staatlichen Interessen verpflichtet, dazu gehört auch die Anbindung von Regionen außerhalb von Metropolen". Wadephul hatte sich im Sommer für eine Haltestelle in Rendsburg eingesetzt und Bahnvorstand Ronald Pofalla eingeschaltet.

Eurocity nach Kopenhagen ist länger

Der neue Eurocity quer durch Schleswig-Holstein fährt nach Angaben der Bahn das ganze Jahr über dreimal täglich von Hamburg nach Kopenhagen und zurück. Es seien "längere Zügen mit mehr Sitzplätzen" als auf der bisherigen Verbindung über Fehmarn.

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