Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Rendsburg Neuer Schlagabtausch über Neue Heimat?
Lokales Rendsburg Neuer Schlagabtausch über Neue Heimat?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:31 20.03.2018
Von Hans-Jürgen Jensen
Die Seniorenwohnanlage "Neue Heimat" in der Schleswiger Chaussee. Quelle: Hans-Jürgen Jensen
Anzeige
Rendsburg

Eigentlich könnten die Signale für den Einstieg des Vereins „Die Brücke“ auf Grün stehen. Angestellte der Seniorenwohnanlage haben den von ihnen initiierten Bürgerentscheid gegen eine Teilprivatisierung der rein städtischen „Neuen Heimat“ im Februar verloren. Zu wenige Rendsburger waren zur Abstimmung gegangen, bei der es allerdings eine deutliche Mehrheit gegen die Teilprivatisierung gab.

CDU drängt

Nun steht die Unterzeichnung eines Managementvertrags mit der „Brücke“ bevor. Bürgermeister Pierre Gilgenast müsste ihn unterzeichnen. Dazu braucht er aber einen Beschluss der Ratsversammlung. Klaus Brunkert, der finanzpolitische Sprecher der CDU, drängt: Der Vertrag liege unterschriftsreif vor. Durch den Bürgerentscheid habe die Stadt schon ein knappes halbes Jahr verloren, „in dem nichts passiert ist“.

Anzeige

SPD bleibt hart

„Wir werden weiter dagegen stimmen“, kündigte SPD-Fraktionschef René Sartorius am Dienstag das Nein seiner Fraktion zum Managementvertrag an. Die SPD halte am sogenannten Eigenkonzept fest. Dieses sieht eine Modernisierung und einen Ausbau der „Neuen Heimat“ vor, die Stadt bliebe alleinige Trägerin des Hauses.

Hoffnung auf neue Mehrheit

Sollte die SPD die Abstimmung in der Ratsversammlung am Donnerstag um 16 Uhr im Historischen Rathaus verlieren, werde sie das „erst einmal akzeptieren“, erklärte Sartorius. Die Partei werde dann mit dem Thema in den Wahlkampf ziehen. Sollte es nach der Kommunalwahl eine von der SPD angeführte Mehrheit geben, werde diese den Vertrag „zu einem späteren Zeitpunkt kündigen oder auslaufen lassen“.

In der Rendsburger Ratsversammlung sind sieben Parteien und politische Gruppen vertreten. Eine von der CDU angeführte Mehrheit ist für den Einstieg der „Brücke“.

Thorsten Geil 19.03.2018
19.03.2018