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Rendsburg Noch nicht auf der sicheren Seite
Lokales Rendsburg Noch nicht auf der sicheren Seite
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12:11 25.01.2019
Von Hans-Jürgen Jensen
Die Photovoltaik-Anlage auf dem Kreishaus an der Kaiserstraße in Rendsburg deckt einen Teil des Strombedarfs. Quelle: Hans-Jürgen Jensen
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Rendsburg

Die Klimaschutzagentur Rendsburg-Eckernförde mit dem Kreis, Städten und Gemeinden als Gesellschafter wäre die erste im Land. Der Kreis würde damit "in Schleswig-Holstein Neuland betreten", heißt es in einem Schreiben des Umweltministeriums an den Klimaschutzmanager. "Das Land möchte diese Aktivitäten gerne unterstützen."

Zwei Euro pro Einwohner

Die Klimaschutzagentur wäre ein Dienstleister für ihre Mitgliedskommunen. Sie würde Sammelbestellungen für Photovoltaik-Anlagen, Energiesparlampen oder Elektro-Dienstwagen aufnehmen und dafür Zuschüsse einwerben, an die die einzelnen Gemeinden alleine nicht kämen, weil die jeweiligen Investitionssummen zu gering wären.

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Das ist der Plan: Jede Mitgliedsgemeinde und -stadt müsste jährlich pro Einwohner zwei Euro in die Agentur einzahlen, um deren Betrieb samt Personal zu finanzieren. Krug peilt - wie berichtet - eine Mindestzahl von 60.000 Einwohnern aus den Mitgliedskommunen an. Wie weit ist er damit?

21 "positive Gemeinden"

Für den Kreis-Umweltausschuss am 31. Januar hat Krug diese Bilanz aufgestellt: 21 Kommunen mit zusammen 55.000 Einwohnern "haben sich positiv zur Absichtserklärung ausgesprochen". Elf Kommunen mit 6.000 Einwohnern "haben das Vorhaben bisher zunächst abgelehnt". Bei 36 Städten und Gemeinden mit 67.000 Einwohnern "steht die Entscheidung noch aus".

Klingt gut. Tatsächlich haben bisher nur Gemeinden mit rund 13.800 Einwohnern fest zugesagt - durch Beschlüsse in ihren Gemeindevertretungen. In Gemeinden mit insgesamt rund 42.000 Einwohnern hat dagegen nur ein Fachausschuss den Beitritt empfohlen - endgültig ist das noch nicht. Beide Gruppen zusammen sieht Krug auf der positiven Seite.

Stimmen-Patt in Altenholz

Darunter ist auch die Großgemeinde Altenholz mit knapp 10.000 Einwohnern. Dort hat der Umweltausschuss im November zwar einen Beitritt empfohlen, die Gemeindevertretung lehnte das aber im Dezember bei Stimmen-Patt ab. Stattdessen gab es ein Lippenbekenntnis - man unterstütze die Gründung der Agentur.

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